Achental Tourismus klärt auf

So soll der Langlauf-Skisport im Corona-Winter ablaufen - „Wir schicken keine Loipenpolizei“

Skilanglauf, Eli Keihl Achental Torurismus
+
Auch der Ski-Langlauf wird dieses Jahr etwas anders ablaufen.

Unterwössen - Ein Winter, der außergewöhnlich warm werden soll, Corona und die damit einhergehenden Beschränkungen - für den Alpentourismus war und wird es kein leichtes Jahr. Wir haben nachgefragt, wie sich die Region für die kommenden Monate rüstet.

Für die Deutschen war es ein schweres Jahr. Auch der Bergtourismus und -sport in der Region blieben von den massiven Auswirkungen nicht verschont. Lockdowns und erhöhter Aufwand durch Hygiene-Maßnahmen stellten eine echte Herausforderung dar. Nun soll auch noch ein ungewöhnlich warmer Winter auf Bayern zukommen, was die Wintersportler und all jene, die sie beherbergen, nicht freuen dürfte.

rosenheim24.de hat mit einer Sprecherin des Achental Tourismus darüber gesprochen, wie die die Gegend für den Corona-Winter gerüstet ist und welche Auswirkungen er auf die Langlauf-Skifahrer haben wird.

Elisabeth Keihl, Vorstand des Achental Tourismus, ist noch recht entspannt, was den kommenden Winter angeht. Das liege vor allem daran, dass die meisten Hütten im Achental über den Winter ohnehin geschlossen seien. Nur wenige Hütten haben überhaupt in der kalten Jahreszeit geöffnet.

Konzepte für Skisportler im Corona-Winter

„Bei uns ist eher der Ski-Langlauf ein Thema. Wir haben Überlegungen angestellt, wie wir den Langlauf Corona-konform gestalten können“, berichtet Keihl. Zunächst soll es voraussichtlich in der Region um Unterwössen dieses Jahr nur eine einzige klassische Loipe geben, anstatt wie bisher zwei. Diese Loipe soll außerdem eine Einbahnstrecke werden, um zu verhindern, dass Langläufer sich nah aneinander vorbei schlängeln oder alle zwei Meter ausweichen müssen. In Schleching beispielsweise gab es in den vergangenen Jahren immer zwei Loipen, die nebeneinander hergingen, um mehr Platz für die Sportler zu schaffen. Dieses Jahr soll es nur eine klassische Loipe neben der Skater-Loipe geben, um Begegnungen zu vermeiden. „Das lässt sich gut umsetzen, zumal man ja an der frischen Luft ist“, beteuert Keihl. Mit entsprechender Beschilderung sei das gut machbar.

Bei der Einhaltung der Langlauf-Regeln setze man beim Achental-Tourismus auch auf die Eigenverantwortung der Einzelnen. „Das ist eine Sache des Miteinanders. Wir wollen schon darauf achten, dass die Regeln befolgt werden, aber wir schicken keine Loipenpolizei“, scherzt sie.

Wie genau der Winter laufen wird, lasse sich aber einfach noch nicht sagen. „Wir glauben schon, dass, wenn es Schnee gibt und das Wetter mitspielt und es kein Beherbergungsverbot gibt, viel los sein wird im Tal. Aber wir waren auch im Sommer gut gewappnet für Besucher, das bleibt im Winter auch so“, beteuert Keihl. Natürlich müsse man auf genügend Parkplätze achten, Wildparken unterbinden und Ähnliches. Das werde sicherlich den Achental Tourismus beschäftigen. Aber zunächst heiße es erst mal abwarten, wie die Lage sich entwickelt.

jv

Kommentare