Autogrammstunde mit Kati Wilhelm

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Biathletin und Olympiasiegerin Kati Wilhelm bei der Autogrammstunde mit dem vierjährigen Fan Leopold Everest und dessen Mutter Tanja Knecht aus Grassau.

Schleching (CH-Z) - Die zweite Chiemgauer Wintersport-Messe zog viele interessierte Sportler in den Gasthof "Zur Post".

Die Familie Remigius Bauer hatte sich kräftig ins Zeug gelegt, um neben dem Angebot zahlreicher Hersteller ein beeindruckendes Rahmenprogramm zusammenzustellen.

Stark umlagert war die Autogrammstunde von Biathletin und Olympiasiegerin Kati Wilhelm. Zu ihren Anhängern gehört auch der vierjährige Leopold Everest mit seiner Mutter Tanja Knecht aus Grassau. Er ist ein absoluter Langlauf- und Biathlon-Fan und war letztes Jahr beim "Koasalauf" der jüngste Teilnehmer.

Der Pfarrsaal war bereits gut gefüllt, als der Ski- und Bergführer Franz Kröll in seinem Vortrag "Vom Schnee erfasst - was tun?" die Möglichkeiten und Grenzen von Lawinen-Verschütteten-Suchgeräten aufzeigte. Sein einfach klingendes Resümee war, von Lawinen wegzubleiben, für den Notfall aber auch eine vollständige Ausrüstung mit Suchgerät, Schaufel und Sonde mitzuführen. Er sprach sich außerdem für den Lawinen-Airbag-Rucksack aus. Das Mehrgewicht sei vertretbar. Wegen der besseren Bedienbarkeit und damit des Zeitgewinns beim Suchen Verschütteter sollten die alten analogen Suchgeräte gegen die neuen digitalen und programmierbaren Geräte ausgetauscht werden.

Kati Wilhelm

Zum Video- und Bildervortrag "Kampf gegen die Zeit" - Speed-Bergsteigen auf Achttausendern von Benedikt Böhm platzte der Pfarrsaal aus allen Nähten. Im Jahr 2005 bewältigten die beiden Münchener Benedikt Böhm und Sebastian Haag den 7546 hohen Mustagh Ata in China in nur zehn Stunden und 41 Minuten in einem neuen Speedrekord mit anschließender Skiabfahrt zum Basislager. Die Speed-Begehung des Gasherbrum II (8035 Meter) mit Skiabfahrt bewältigten die beiden in nur 17 Stunden. Dabei benützten sie weder künstlichen Sauerstoff noch nahmen sie fremde Hilfe in Anspruch. Zu hohe Lawinengefahr und unglaubliche Schneemassen zwangen sie am Manaslu (8163 Meter) zum Umkehren. Zuletzt erreichten sie im Sommer 2009 nach 16 Stunden den Vorgipfel des "Broad Peak" (8026 Meter) vom Basislager (4800 Meter) aus. Nicht nur die sportlichen Spitzenleistungen und die waghalsigen Skiabfahrten, sondern auch die gezielte Vorbereitung sowie das jahrelange strapaziöse Training beeindruckten die Gäste.

Viel Interesse fand auch der Langlauf-Wachskurs mit Weltcup-Servicetechniker Andi Emslander. Er ist Cheftechniker des US-Biathlon-Teams und persönlicher Servicemann von Kati Wilhelm. Er verriet Tricks und Tipps beim Skiwachsen.

bre/Chiemgau-Zeitung

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