Mit Bioenergie bares Geld sparen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Der Großhäcksler verarbeitet binnen weniger Sekunden ganze Baumstämme in Hackschnitzel.

Grassau - Wie spannend sich die Bioenergieregion Achental präsentieren kann, wurde eindrucksvoll beim Bioenergietag nicht nur auf dem Areal des Biomassehofs demonstriert.

Verschiedene Heizsystemhersteller, aber auch Großgeräte zur Verarbeitung von Holz wurden gezeigt. Daneben nahm unter anderem das Thema "Solarenergie" großen Raum ein.

Auf dem Bioenergietag wurden auch "einige Elektrofahrzeuge präsentiert. Führungen durch den neuen "Heat-Pipe-Reformer" und das Biomasseheizwerk der Gemeinde ergänzten das vielseitige Programm. Spiel und Spaß wurden ebenfalls geboten, beim Gewinnspiel von der Volks- und Raiffeisenbank und der Sparkasse wie auch beim Biertraglkraxeln mit der Grassauer Feuerwehr.

Lesen Sie auch:

Grassauer Biogasanlage festlich eingeweiht

Fahrspaß der besonderen Art bot Hans Haslreiter, der seinen elektrobetriebenen Tesla Roadster" vorstellte. Dieser Sportwagen der Superklasse schafft es in nicht einmal vier Sekunden von null auf 97 Kilometer pro Stunde - und dies lautlos und völlig ohne Emissionen. Der Roadster kommt mit einer Elektro-Ladung rund 340 Kilometer weit. Ein kostengünstigere Variante, einen Peugeot, stellte Eon vor. Klein und spritzig ist dieses Fahrzeug. Wer sich lieber mit dem Fahrrad fortbewegt, konnte Elektrofahrräder testen.

Viele Informationen hatten die Heiztechnikanbieter parat. Erklärt wurde, wie durch die Umstellung von Öl auf Pellets nicht nur bares Geld gespart, sondern zudem auch ein Beitrag für die Umwelt geleistet werden kann. Die verschiedensten Geräte zur Holzverarbeitung wurden vorgeführt. Eindrucksvoll war dabei der Großhäcksler, der ganze Baumstämme binnen weniger Sekunden in Hackschnitzel verwandeln kann. Auch Holzverarbeitungsbetriebe stellten beim Bioenergietag aus. Holz als natürlicher Baustoff wurde dabei in den Fokus gestellt.

Groß war der Andrang vor dem Hackschnitzelheizwerk, einem kommunalen Unternehmen der Gemeinde Grassau. In diesem Gebäude wird Wärmeenergie für mehr als 500 Haushalte und Betriebe erzeugt. Bei den geführten Besichtigungen informierte der Chef des Kommunalunternehmens Sebastian Stephan über die Betriebsweise des Heizwerks und erklärte, dass seit Inbetriebnahme des Werkes 2010 rund 1,5 Millionen Liter Heizöl eingespart und dadurch 4000 Tonnen Kohlendioxyd (CO2) vermieden werden konnten.

Einweihung der Biogasanlage:

Einweihung der Grassauer Biogasanlage

Lange Schlangen bildeten sich vor dem erst am Freitag offiziell geweihten Holzvergaser mit neuer "Heat-Pipe"- Technologie (wir berichteten). Erklärt wurde bei den Führungen durch das neue Gebäude, wie durch die patentierte Technologie, holzartige Biomasse nicht durch Verbrennung, sondern mit einem innovativen Reformierungsprozess (Vergasung) in ein energiehaltiges Gas umwandelt wird. Im Blockheizkraftwerk wird dieses Gas dann in Strom und Wärme umgewandelt. Herzstück des Werkes sind die Heat-Pipes.

Im Schulungsraum des Biomassehofes wurden derweil verschiedene Vorträge angeboten. So gab es Informationen über die Optimierung regionaler Kreisläufe im Achental von Bernhard Schauberger. Hans Haslreiter widmete sich dem Thema Fotovoltaik und die Regionalmanagerin des Ökomodells Achental, Karin Heinrich, referierte über das Projekt "Alpstar", in dem das Achental als einzige deutsche Modellregion aufgenommen wurde. Für alle Hausbesitzer gab Johann Objartel Auskunft, welche Energieeinsparmöglichkeiten bei bestehenden Wohngebäuden bestehen und wirtschaftlich sind. Schließlich meldete sich auch Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer des Biomassehofs, Initiator und Motor des Bioenergietags, der übrigens heuer zum fünften Mal angeboten wurde, mit Informationen über den Stand der Bioenergieregion Achental zu Wort.

Deutlich wurde beim Bioenergietag auch, dass Biomassehof, Kommunales Biomasseheizwerk und "Heat-Pipe-Reformer" ein einzigartiges Energiezentrum in der Region darstellen. Obwohl jedes Gebäude für sich steht, wird hier die Zusammenarbeit groß geschrieben. Der Biomassehof liefert den Rohstoff sowohl für das Biomasseheizwerk der Gemeinde wie auch für den Holzvergaser, regional und effizient.

Getrübt wurde der Bioenergietag allerdings durch das heftige Gewitter mit starkem Regen. Dies veranlasste viele Aussteller, schon vor Ende der Veranstaltung ihre wertvollen Anlagen abzubauen und ins Trockene zu bringen.

tb/Chiemgau-Zeitung

Zurück zur Übersicht: Achental

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser