Biogasanlage als Standbein für Landwirtschaft?

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Das Foto zeigt links den Nachgärbehälter mit der Gasblase sowie den Futtermischer zur Rohstoffzufuhr

Grabenstätt - 9500 kWh produziert die Biogasanlage in Gut Sossau täglich. Der neue Besitzer Josef Meltl will mit dem Projekt weiterhin in die Zukunft investieren.

9500 Kilowattstunden produzierte Leistung pro Tag ist das stolze Ergebnis der vollautomatisch gesteuerten Anlage in Gut Sossau. Zahlreiche Bürger folgten der Einladung des CSU-Orstverbandes Grabenstätt zur Besichtigung der Biogasanlage. Die Energiegewinnung entwickelt sich laut Verwalter Markus Zwingenberger immer mehr zur tragenden Säule des Betriebs. Nach dem Ende der Ära der Familie Karg machte man sich große Sorgen über die Zukunft und den Fortbestand des landwirtschaftlichen Betriebes auf Gut Sossau. Der neue Besitzer Josef Meltl, Unternehmer aus Rimsting, hat sich dem Fortbestand des Betriebes verschrieben und mit dem Projekt „Alternative Energiegewinnung“ beispielhaft in die Zukunft investiert.

Die betrieblichen Vorteile und die Nutzung der staatlichen Förderungen waren Grund für Investitionen von rund einer Million Euro. Gebaut wurde eine 385 Kwh Biogas- sowie einer 290 Kwh Solaranlage. 240 Hektar Flächen sind die Grundlage für die Produktion von Futter für Milchvieh und Rohstoff zur Erzeugung von rund 5000 Kubikmeter Biogas pro Tag. Durch die Prozessabwärme der Anlage werden die gesamten Gebäude des Gutsanwesens vollständig mit der Prozessabwärme beheizt. Heizkosten für Öl und Brennholz bezahlt man auf Gut Sossau nicht mehr.

Neben Zwingenbergers Schilderungen über den gesamten Prozess von der Futtermittelbeschaffung bis hin zur Ausbringung der Gülle, beeindruckten ebenso der Zustand und die Ausführungen der technischen Anlage. Rund 80 Tage dauert der Durchlauf des Rohmaterials, von welchem neben 20 Kubikmeter Gülle pro Tag rund 16 Tonnen nachgefüllt wird. Ein wenig anders war ihm anfangs schon zumute, als er Gras- und Maissilage sowie auch Futterweizen zur Energieproduktion in die Gülle kippte.

Auf die Verwendung von modernster Technik und hochwertigster Materialen wurde in Sossau besonders geachtet. Überwacht und computergesteuert wird der gesamte Prozess von der Fermentierung , Qualität des erzeugten Methangases bis hin zu den beiden Achtzylinder MAN-Motoren und Generatoren im Blockheizkraftwerk. Falls dennoch eine Störung auftritt, weil ein Prozessparameter grenzwertig ist oder einer der Motore eine außerplanmäßige Wartung benötigt, bekommt Zwingenberger eine Meldung auf sein iPhone und kann damit per Fernsteuerung sofort in den Prozess zuhause eingreifen und entsprechende Gegenmaßnahmen treffen.

Pressemeldung CSU-Ortsverband Grabenstätt

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