Bioenergietage in Grassau stehen an

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Das neue Biomasseheizwerk "Wärmeversorgung Grassau", das nach seiner Inbetriebnahme im Mai nun noch offiziell eingeweiht wird, kann am Wochenende 11./12. September in Augenschein genommen werden.

Grassau - Was der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien für die Bundesrepublik bis 2050 für möglich hält, soll im Achental schon 2020 erreicht werden: eine nachhaltige Energieversorgung und -nutzung mit biogenen Reststoffen.

Rund um das Thema erneuerbare Energien geht es bei den "Bioenergietagen" am Samstag, 11. September, von 13 bis 17 Uhr und am Sonntag, 12. September, von 10 bis 16 Uhr auf dem rund 13000 Quadratmeter großen Gelände am Gänsbach im Osten der Marktgemeinde sowohl am Biomassehof Achental als auch am neuen Biomasseheizwerk, das offiziell seiner Bestimmung übergeben wird.

Viele Aussteller haben ihr Kommen angesagt und werden Neuerungen rund um das ökologische Heizen präsentieren. Große Holzspalter zeigen, wie heutzutage Hackschnitzel und Scheitholz produziert werden. Auf einem Parcours können zudem Elektrofahrzeuge (Mopeds und Scooter) getestet werden.

Heizungsbauer und Hersteller von Pellets-, Hack- und Stückgutöfen werden vor Ort sein und ihre Angebote präsentieren. Zudem gibt es Vorführungen von Großhackern und Automaten zur Produktion von Scheitholz. Auch eine besondere Innovation erwartet die Gäste, denn zum ersten Mal wird der Prototyp "Biomaster" vorgestellt - eine Erfindung aus Hittenkirchen. Konzipiert wurde der Biomaster für Großküchen, deren Speisereste er für die anschließende Verwertung in Biogasanlagen entsorgt.

Spezialitäten aus Oberösterreich

An beiden Tagen werden zudem Banken und Sparkassen über Finanzierungsmodelle für energetische Sanierungen Auskunft geben.

Natürlich muss niemand hungern oder verdursten. Neben einem Weinzelt mit oberösterreichischen Spezialitäten, organisiert von der Firma "Aqotec", die verantwortlich für die Übergabestationen der Wärmeversorgung ist, werden in der ersten Box der Lagerhalle Brotzeiten, Kaffee und Kuchen angeboten. Die Musikschule Grassau wird mit verschiedenen Gruppen für musikalische Unterhaltung sorgen.

Mit etwas Geschick können die Kinder den Bioenergieparcours, bestehend aus sechs Stationen, darunter Balancieren, Werfen, Fühlen, Riechen, Schubkarrenrallye und Melken, bewältigen. Zudem steht ein großer Basteltisch zur Verfügung.

Vorträge in den Besucherräumen des Biomassehofs runden das Informationsangebot ab. Alexander Frank wird eine Übersicht zum Stand der Wärmeversorgung von Grassau bieten und über Anschlussmöglichkeiten weiterer Interessierter informieren. Die Energieberater des Ökomodells Achental werden die Möglichkeiten der Gebäudesanierung aufzeigen. Hans Haslreiter junior widmet sich in seinem Vortrag den Heizungssystemen und deren Kombinationen in einem Einfamilienhaus und Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer des Biomassehofes, wird die Bioenergieregion Achental vorstellen und über die Energieautarkie bis 2020 referieren. Die Vorträge dauern in etwa jeweils eine halbe Stunde und werden am Samstag zwischen 14 und 16 Uhr, am Sonntag zwischen 10.30 bis 12.30 Uhr und wieder zwischen 14 und 16 Uhr im Besucherraum des Biomassehofes geboten.

Auch die Anlage des neuen Heizwerks mit allen Gebäudeteilen kann besichtigt werden. Die Anlage ist bereits seit Mai in Betrieb und ersetzt bereits jetzt 110 Einzelfeuerungsanlagen. Bis zum Jahresende soll diese Zahl noch auf 180 steigen.

tb/Chiemgau-Zeitung

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