Dorfhotel Zell: JU ist einverstanden

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Ruhpolding - Die aktuellen Ereignisse rund um das Thema „Dorfhotel Zell“ und die jeweiligen Argumente der gegründeten Bürgerinitiativen sind derzeit das Top-Thema in Ruhpolding.

Jeder glaubt zu wissen, was für die nächsten Generationen das vermeintlich Beste ist. Doch wie genau denkt die Generation „I-Phone“ darüber? Bei der kürzlich abgehaltenen Infoveranstaltung der Bürgerinitiative „Ruhpolding gewinnt“ im Kurhaus war leider genau dieser besagte Personenkreis nicht allzu stark vertreten.

Junge Union Ruhpolding

Haben die jungen Ruhpoldinger kein Interesse an ihrem Ort, an ihrer Zukunft und an einem Dorfhotel? Wer das wirklich meint, hat weit gefehlt! Was früher am Stammtisch besprochen wurde, wird heute in den neuen Kommunikationsmedien wie Sms, E-Mail und dem „Chat“ in diversen Onlinenetzwerken wie z. B. Facebook ausgetauscht.

 Momentanen Schätzungen zufolge ist etwa die Hälfte der unter 30-Jährigen in mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet. Trend stark steigend. So auch in Ruhpolding. Wer sich hier an der Diskussion beteiligt, die Gruppeneinträge studiert oder die „Neuigkeiten an seiner Pinnwand“ verfolgt, stellt fest: Die Tendenz für das Dorfhotel und gegen das Bürgerbegehren ist klar erkennbar.

Wir wünschen uns, dass Ruhpolding diese Chance nutzt und durch die zusätzliche Bettenkapazität im hochwertigen 4-Sterne-Segment wieder den Anschluss an ehemalige, erfolgreiche Übernachtungszahlen findet.

In Zeiten einer höchst angespannten Haushaltslage der Kommune brauchen wir dringender denn je die prognostizierten Mehreinnahmen von jährlich circa 500.000 Euro. Nur so haben wir als nachwachsende Generation, die in Zukunft Verantwortung im Ort übernehmen soll, Handlungsspielraum für künftige Entscheidungen.

Natürlich möchten auch wir, dass die Kaufkraft dem heimischen Einzelhandel, Baugewerbe und Dienstleistungssektor zu Gute kommt, in der Hoffnung, dass dadurch auch das äußerst bedenkliche „Aussterben“ unseres Ortskerns zumindest gestoppt werden kann. Dazu sollten vielleicht auch einmal die geforderten Mietpreise für Geschäftsräume überdacht werden. Die neue touristische Einrichtung wird keine Wunder wirken können! Jeder Einzelne ist gefragt sein Einkaufsverhalten zu überdenken, gemäß dem alten Sprichwort: „Lauf nicht fort – kauf vor Ort“.

Die Chance einer Initialzündung, die Grundlage für mehr Nachfrage wird unbestritten mit dem Bau des neuen Dorfhotels geschaffen.

Die wesentliche Basis einer soliden Lebens- und Familienplanung stellt die Frage des Arbeitsplatzes dar. Nur eine geregelte Einkommenssituation und ein sicherer Arbeitsplatz ermöglicht es vielen jungen Ruhpoldingern ihren Wunsch vom Eigenheim und das JA zur Familie zu realisieren. Die Frage ist nur: „Wo?“

Ein wohnortnaher Arbeitsplatz ist auf lange Sicht gesehen das grundlegende Entscheidungskriterium für den zukünftigen Lebensmittelpunkt. Nicht alle können und wollen im Tourismus und in der Gastronomie tätig sein. Dennoch, das Dorfhotel schafft über 80 Vollzeitarbeitsplätze und ca. 10 Ausbildungsplätze im Hotelfachgewerbe und wird damit zu einem, bzw. dem größten privaten Arbeitgeber in Ruhpolding.

Neben der genannten Entlastung der finanziellen Haushaltslage Ruhpoldings, der Stärkung der Kaufkraft vor Ort, der hoffentlich stimulierenden Wirkung für unseren Ortskern, der Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort – in Verbindung mit Eigenheim- und Familienperspektive für junge Leute, kommt ein weiterer Aspekt hinzu, der allen Altersgruppierungen zu Gute kommt.

Dank des Tourismus haben wir Ruhpoldinger in unmittelbarer Nähe viele tolle Freizeiteinrichtungen wie z.B. das Vita Alpina mit Freibad, die Eissporthalle, unsere Bergbahnen uvm. Um diese Einrichtungen, die im Betrieb und Unterhalt sehr viel Geld kosten, beneiden uns viele andere Städte und Gemeinden. Durch die zusätzliche Auslastung kann auch hier weiterhin ein wirtschaftlicher Betrieb angestrebt werden.

Nun jedoch der Appell an alle unsere „Altersgenossen“: Es gibt kein „BI-App“, kein Sms-Voting oder die Abstimmung per Facebook. Wir haben es selbst in der Hand, unsere Zukunft zu gestalten. Jeder kann daran mitwirken und am 27.02. seine Stimme beim Bürgerentscheid abgeben. Ein „Wurstigkeitsgefühl“, eine Wegschaumentalität, fehlende Zivilcourage, die Angst eine vermeintlich falsche Entscheidung zu treffen, das waren und sind keine Ruhpoldinger Tugenden.

Das Dorfhotel kann kein Allheilmittel sein, aber es ist ein guter Anfang, ein Schritt für Ruhpolding, für uns in die richtige Richtung. Ein Projekt auf das wir alle stolz sein können. Auf geht’s Ruhpolding, packen wir´s an! – Am 27.02. hat jeder die Möglichkeit, an einem weiteren Kapitel Ruhpoldinger (Erfolgs)Geschichte mitzuwirken.

Der Großteil der jungen Ruhpoldinger Generation freut sich auf unser neues Dorfhotel und stimmt am 27.02. gegen das Bürgerbegehren mit NEIN.

Um es mit den Worten unserer Väter und Großväter zu sagen: „Ruhpoldings Jugend – Einverstanden!“

Pressemitteilung Junge Union OV Ruhpolding

Rubriklistenbild: © dpa

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