Dorfladen in Schleching schließt

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Schleching - Spätestens 2013 fällt die Tür ins Schloss un der Dorfladen macht zu. Die Gemeinde will sich jetzt des Themas Nahversorgung annehmen.

Bereits im April 2011 hatte sich der Gemeinderat mit dem Thema "Zukünftige Nahversorgung" in Schleching befasst und einen Studie erstellen lassen, sagte Bürgermeister Josef Loferer in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Inzwischen gaben die Betreiber des "Schlechinger Frischeladens" seinen Angaben zufolge überraschend bekannt, dass sie - abhängig vom Verkauf der Immobilie - den Laden zum Jahresende oder spätestens Mitte 2013 Jahres schließen werden.

Der Bürgermeister betonte, das in Schleching als zentralem Mittelpunkt eine Nachversorgung erhalten bleiben soll. Deshalb veranstaltet die Gemeinde am Dienstag, 17. Juli, um 19 Uhr einen Informationsabend zum Thema "Dorfladen in Schleching" im Lesesaal des Bürgerhauses. Wolfgang Gröll, Fachberater für Dorfläden in Deutschland, bekannt durch mehrere Fernsehreportagen, zum Beispiel in "Quer" im Bayerischen Fernsehen, referiert.

Die Gemeinde hatte den Blitzschutz an der Schule turnusmäßig überprüfen lassen. Die Prüfung ergab, dass allein für die Instandsetzung 1200 Euro anfallen würden. Für die tiefe Erdung des Blitzableiters müssten darüber hinaus das Grüngut und das Pflaster entfernt werden, was einen zusätzlichen beträchtlichen Aufwand bedeuten würde. Die Gemeinde beauftragte dann einen Sachverständigen, zu untersuchen, ob ein Blitzschutz an der Schule überhaupt erforderlich ist. Das Ergebnis: Wegen der umliegenden höheren Erhebungen wie Maibaum und Kirche stellte Diplomingenieur Martin Huber eine geringe Einschlag-Wahrscheinlichkeit fest.

Nach den geltenden Vorschriften kann auf einen Blitzableiter an der Schule verzichtet werden, wenn ein Notfallplan für die alternative Unterbringung der Schüler besteht, was in Anbetracht der weiter abnehmenden Schülerzahlen kein Problem ist. Der Gemeinderat beschloss, mit Bezug auf die Aussage des Sachverständigen den Blitzableiter an der Schule abbauen zu lassen.

Der Gemeinderat genehmigte den Antrag des Trachtenvereins "d'Gamsgebirgler" auf Befreiung von der Lärmschutzverordnung für das Dorffest am Samstag 11. August. Auch für das Weinfest am Samstag, 21. Juli, und die weiteren Veranstaltungen des Sport-Clubs Schleching "Schlechinger Wies'n-Gaudi" am 7. September und "Der Büffel groovt" am 8. September stimmte der Rat der Befreiung von der Lärmschutzverordnung zu.

Stufen und Podeste für Trachtler?

Zum Abschluss des öffentlichen Teils der Sitzung sprach Gemeinderat Andreas Hell die Arbeiten der Dorferneuerung am Kirchbichlweg in Raiten an. Als Trachtenvorstand hatte er bereits öfter vorgeschlagen, das unebene Wiesengelände um das Denkmalkreuz für den Gottesdienst bei der Trachtenwallfahrt für die Gläubigen mit Stufen und Podesten zu versehen. Nachdem die Gemeinde Eigentümer des Grundstücks sei, hätten diese Erdbewegungen bei den Arbeiten der Dorferneuerung mitgemacht werden können, so Hell.

Wie Martha Rapp anführte, sei das Thema noch nie Gegenstand in einer Sitzung gewesen. Die Raitener Bürger würden nach ihrer Kenntnis keine Veränderungen wünschen. Auch Jakob Stadler berichtete aus der Sitzung des Vorstandes der Dorferneuerung Raiten über den Beschluss, auf dem genannten Wiesengelände keinen Eingriff in die Natur zu machen.

bre/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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