Ehrung für Sportkletterer Martin Tekles

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Martin Tekles (Mitte) ist ein erfolgreicher Sportkletterer. Er wurde im Rathaus von Bürgermeister Rudi Jantke und Sportreferentin Christiane Lindlacher geehrt.

Grassau - Die Marktgemeinde Grassau hat einen herausragenden Sportler ausgezeichnet: Bürgermeister Rudi Jantke ehrte im Rathaus den 20-jährigen Sportkletterer Martin Tekles.

Sehr gute Athleten und deren Leistungen zu würdigen sei ein großes Anliegen der Gemeinde, sagte Jantke. Meist erfahre man nur von jenen Aktiven, die mit ihren Sportarten im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. Der Gemeinde sei es aber auch wichtig, auf Ausnahmesportler hinzuweisen, die fern des Rampenlichts Höchstleistungen an den Tag legen.

Seit frühester Kindheit klettert Martin Tekles. Fast alle deutschen Kletterwände hat er bestiegen, mittlerweile gehört er zur Kletterelite im Lande. Viel Ehrgeiz, Engagement und Ausdauer seien vonnöten, berichtete er jetzt im Rahmen des Empfangs im Rathaus.

Zu seinen sportlichen Erfolgen zählt nicht nur der Vizemeistertitel der deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaft. In den drei Deutschlandcups konnte sich Tekles für die deutsche Meisterschaft qualifizieren, in Balingen holte er sich sogar den Sieg. Im Juli vergangenen Jahres wurde der Zivildienstleistende bayerischer Juniorenmeister im Bouldern. Zudem schaffte Tekles bislang bei jedem Jugend- und Juniorencup in Deutschland den Finaleinzug.

Beim deutschen Bouldercup startete Tekles dieser Tage zum ersten Mal in der Wertung der Herren - und damit nicht mehr bei den Junioren. Bei den Erwachsenen wird es noch etwas härter. Dennoch konnte sich der 20-Jährige beim Bouldercup einen hervorragenden achten Platz erkämpfen. Damit erscheint Tekles in der deutschen Rangliste auf Platz zwölf.

Das Klettern habe er von seinen Eltern, verriet der junge Mann im Rathaus auch im Beisein der Sportreferentin Christiane Lindlacher. Die Unterstützung seiner Eltern sei wichtig, da er rund 12.000 Kilometer jährlich zu den Wettkampforten fahren müsse. Sponsoren gebe es bislang keine. Auf die Frage des Bürgermeisters, ob er besonders asketisch lebe, antwortete Tekles, dass er vor einem Wettkampf nicht lange ausgehe und seine Kräfte schone.

12.000 Kilometer im Jahr zu Wettkämpfen

In den vergangenen zehn Jahren habe sich die Art zu klettern geändert, so Tekles weiter. Heute sei alles athletischer und dynamischer. Auch sei im Gespräch, diese Sportart olympisch werden zu lassen.

Nach dem Zivildienst in der Klinik Roseneck in Prien möchte Tekles Psychologie studieren.

Jantke und Lindlacher wünschten dem jungen Mann weiterhin Erfolg und überreichten neben einer Urkunde auch einen Gutschein, den Tekles auch zum Kauf neuer Kletterschuhe verwenden kann.

tb/Chiemgau-Zeitung

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