Einkaufsmarkt kommt in Sicht

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Abgeschlossen ist die Planung für den Markt. Unter anderem ist vorgesehen, eine 1200 Quadratmeter große Verkaufsfläche zu schaffen.

Unterwössen - An der Hauptstraße darf ein neuer Einkaufsmarkt gebaut werden. Der Gemeinderat hat den Bebauungsplan einstimmig abgesegnet.

Es ist vollbracht: Einstimmig hat der Gemeinderat in Unterwössen am Montag die Änderung des Bebauungsplanes im Bereich "Ortszentrum" und den Bauantrag für den geplanten großen Einkaufsmarkt an der Hauptstraße abgesegnet. Der Investor kann jetzt loslegen. Der Zeitplan: Im Frühjahr ist der Spatenstich geplant, im Sommer die Eröffnung des Vollsortimenters.

Den Bau errichtet die Firma Finanzservice Eutermoser in Stephanskirchen. Und der Bauherr und Eigentümer vermietet dann seine Immobilie, wenn sie fertig ist: Vereinbart ist, dass Edeka einzieht und einen Markt betreibt.

Nach jahrelangen Gedankenspielen wird damit die große Baulücke im Ortszentrum geschlossen und ein neuer Dorfmittelpunkt entstehen. "Der gelungene Bau passt gut ins Dorfbild", sagte Bürgermeister Hans Haslreiter und verwies auch auf die positiven Bewertungen vom Landratsamt und ehemaligen Kreisbaumeister.

Das Kernstück des Marktes sind zwei Giebelbauten mit einer Firsthöhe von 9,5 und 8,5 Metern.

Noch einmal erläuterte Bauingenieur Martin Staller, Geschäftsführer im gleichnamigen Traunsteiner Ingenieurbüro, die Planung (wir berichteten bereits ausführlich). So soll das 6000 Quadratmeter große ehemalige Gemeindegrundstück im vorderen Bereich zur Straße hin mit dem eingeschossigen Lebensmittel-Vollsortimenter bebaut werden. Die Verkaufsfläche ist mit 1200 Quadratmetern und die gesamte Nutzfläche mit 1600 Quadratmetern geplant.

Das Kernstück des Marktes sind zwei Giebelbauten mit einer Firsthöhe von 9,5 und 8,5 Metern und den Giebelwänden zur Hauptstraße hin. Zwischen diesen beiden so genannten "Kopfbauten" liegt ein um etwa zwei Meter zurückgesetzter Mittelteil mit Flachdach, das zur Straße hin eine Überdachung bekommt. Darunter entsteht eine Art Arkade in Holzverschalung, die mit Bänken für die Bushaltestelle bestückt wird und unterschiedlich genutzt werden kann. Abstand genommen hat man von den ursprünglich geplanten, der Auflockerung dienenden zwei Glasfronten innerhalb des Flachbaus.

Im hinteren Grundstücksbereich zum Friedhof hin sollen 80 Parkplätze entstehen, die außerhalb der Geschäftszeiten auch weiterhin öffentlich nutzbar bleiben. Über diesen Bereich fährt auch der Lieferverkehr auf eine eingetunnelte Rampe.

An der nördlichen Seite des größeren Giebelbaus ist der hoch überdachte Eingangsbereich des Einkaufsmarktes mit einem Coffee-Shop und Toiletten vorgesehen. Links von diesem Eingang wird separat die Leergutabgabe untergebracht. Die Inneneinteilung des Marktes mit einer großen Obst- und Gemüsetheke im vorderen und einem Frischebereich von Fleisch- und Wurstwaren im hinteren Bereich sowie von vier Kassen entspricht denen vieler Edeka-Häuser.

Wie Bauingenieur Martin Staller erläuterte, soll der Bauantrag schon in der nächsten Woche ans Landratsamt gehen, wo man mit einer Begutachtung von sechs bis acht Wochen rechnet. Parallel dazu sollen schon die Ausschreibungen für die Bauausführung in Angriff genommen werden. Bis Ende Januar will man das Vergabeverfahren abgeschlossen haben.

Der erste Spatenstich könnte dann laut Staller "um Ostern (31. März) herum sein". Da mit einer Bauzeit von etwa fünf Monaten gerechnet werde, sei eine Eröffnung des Marktes nach seinen Worten schon im August 2013 realistisch.

Die Planung stieß im Gremium auf allgemeine Zustimmung. Lediglich die schmucklose, hintere Südseite war einigen Räten ein Dorn im Auge, Andreas Bichler (Verein Freie Wählergemeinschaft) fand sie sogar "richtig grausig". Unter der Voraussetzung, "dass hier noch eine gestalterische Verbesserung anzustreben ist", stimmten schließlich alle Gemeinderäte dem Bauantrag zu.

Bei der vorhergehenden Behandlung der Stellungnahmen von Behörden und Privatpersonen im Rahmen der Bebauungsplanänderung, war zuvor lediglich ein Einwand eines Nachbarn abzuwägen. Er wollte eine bestimmte Zufahrt zu seinem Grundstück über die neuen Parkplätze aufrecht erhalten, obwohl ihm eine angemessene Zufahrt von der Hauptstraße her möglich ist. Der Gemeinderat schloss sich der Vorabstimmung mit dem Landratsamt an, dass eine angemessene Zufahrt ausreichend sei.

vd/Chiemgau-Zeitung

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