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Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

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Im Einklang mit der Natur

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Neue Schilder wie etwa an der Talstation der Geigelsteinbahn in Schleching-Ettenhausen enthalten zahlreiche Informationen. Die Tafeln begutachteten dieser Tage (von links) Kurt Bauer von der Naturschutzwacht für das Landratsamt Traunstein, Schlechings Bürgermeister Josef Loferer, Werner Bauernfeind von Naturschutzwacht für das Landratsamt Traunstein, Claudia Irlacher vom Ökomodell Achental, Wolfgang Selbertinger von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Traunstein sowie Kilian Sandner, Zivildienstleistender beim Landratsamt Rosenheim, der beim Aufstellen der Schilder mitwirkte.

Schleching - Der Deutsche Alpenverein und das Ökomodell Achental fordern Skitouren- und Schneeschuhgänger im Naturschutzgebiet Geigelstein auf, Tiere nicht zu stören und Pflanzen nicht zu beschädigen.

Im Rahmen des Projektes "Skibergsteigen umweltfreundlich" haben sie naturverträgliche Routen ausgeschildert und in einem Faltblatt beschrieben.

Seit Oktober 2009 gilt die geänderte Naturschutzverordnung für das Geigelsteingebiet: Sehr empfindliche Zonen des Naturschutzgebietes sind deutlicher abgegrenzt, zugleich aber auch Möglichkeiten für Winterbergsteiger in unproblematischen Bereichen wieder freigegeben.

Der Deutsche Alpenverein (DAV) erstellte in Zusammenarbeit mit Claudia Irlacher vom Ökomodell Achental ein Faltblatt "Naturverträglich Skitouren- und Schneeschuhgehen im Naturschutzgebiet Geigelstein". Das Faltblatt mit den möglichen Routen liegt in den Hütten auf, zum Beispiel auf der Priener Hütte, sowie in Informationsboxen an allen Ausgangspunkten.

Neue Schilder stehen unter anderem an den Parkplätzen zum Beispiel in Schleching-Ettenhausen und in Sachrang sowie am Berg etwa am Ausstieg des Liftes der Geigelsteinbahn an den Wuhrstein-Almen, am Einstieg zum "Karl" und auf dem Breitenstein. Zur Kennzeichnung der Ruhezonen haben die Landratsämter Traunstein und Rosenheim an besonders markanten Punkten Stopp-Schilder angebracht.

Am Start der Route in Schleching-Ettenhausen an der Geigelsteinbahn trafen sich Wolfgang Selbertinger von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Traunstein, und Ökomodell-Gebietsbetreuerin Irlacher mit Bürgermeister Josef Loferer und den Naturschutzwächtern Kurt Bauer (Traunstein) und Werner Bauernfeind (Übersee), um die Tafeln zu besichtigen und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Faltblatt informiert über Bergregion

Neben den ausgewiesenen Routen wird im Faltblatt auf die Bedeutungen des Naturschutzgebietes Geigelstein hingewiesen, das zu den besonders wertvollen Bergregionen der bayerischen Alpen zählt. Eine Fülle an seltenen Pflanzen und Tierarten, darunter alle vier heimischen Raufußhuhn-Arten (Auerhuhn, Birkhuhn, Haselhuhn und Schneehuhn), haben in diesem Gebiet eine Heimat.

Irlacher betonte, dass sie sich als Gebietsbetreuerin jahrelang zum Ziel gesetzt habe, die Naturschutzverordnung für den Geigelstein anzupassen. In ihrer früheren Fassung sei sie nicht tragbar gewesen. Laut Irlacher untermauern umfassende wildbiologische Untersuchungen und mehrere Winterbegehungen die seit Oktober 2009 gültige Regelung. Die Winterruhezonen seien nach wildbiologischen Notwendigkeiten eindeutig abgegrenzt.

Selbertinger wies besonders darauf hin, dass die Raufußhühner bei Störungen innerhalb kurzer Zeit verhungern würden, weil sie keine Fettreserven ansammeln können. Trotzdem seien für die Winterbergsteiger eine Vielzahl von Tourenmöglichkeiten offen. Wichtig sei nun, dass die neuen Regelungen eingehalten werden, nicht nur um Bußgelder zu vermeiden, sondern um den Tieren im Winter eine Überlebenschance zu geben.

Die Naturschutzwächter der Landratsämter Traunstein und Rosenheim werden ihren Angaben zufolge regelmäßig am Geigelstein unterwegs sein und an den Ausgangspunkten sowie im Gelände die Tourengeher informieren und die Einhaltung der Regelungen kontrollieren. Nach den ersten Tourenwochen ist bei Gebietsbetreuerin Irlacher in Schleching ein weiterer Erfahrungsaustausch geplant.

bre/Chiemgau-Zeitung

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