Rekordeinsätze für das BRK in Grassau

Grassau - Eine Rekordzahl von 52 Einsätzen leistete der Grassauer Hintergrunddienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Kreisverband Traunstein.

Diese Zahl präsentierte die Mannschaft, die jede Nacht als zweites Rettungsteam für das gesamte Achental zur Verfügung steht, während der Jahreshauptversammlung der BRK-Breitschaft Achental.

Neben den Einsätzen nimmt die Aus- und Fortbildung viel Zeit in Anspruch: An 20 Abenden frischten die Rotkreuzler ihre Kenntnisse in Reanimation und Erster Hilfe auf oder behandelten Themen rund um den Sanitätsdienst. In fünf umfangreichen Übungen war praktisches Können angesagt. Außerdem standen realistische Übungs-Szenarien auf dem Programm, die zusammen mit Feuerwehr und Bergwacht abgehalten wurden. Außerdem übten die Rotkreuzler mit den benachbarten BRK-Standorten, wie Reit im Winkl, immer wieder den Ernstfall.

Fast 900 Stunden Sanitätsdienst leisteten die Mitglieder der BRK-Bereitschaft Achental im vergangenen Jahr. Dabei betreuten sie unterschiedliche Veranstaltungen: Angefangen beim Biathlon- Weltcup in Ruhpolding bis zur alljährlichen Trachtenwallfahrt in Raiten, das Gautrachtenfest in Grassau und das LaBrassBanda-Konzert in Grassau.

Auch im Bereich des Katastrophenschutzes sind die Grassauer Rotkreuzler ein wichtiger Bestandteil, da sie eine der Spezialeinheiten - die Schnelle Einsatzgruppe (SEG)- stellen. In dieser Funktion rücken sie aus, um bei größeren Ereignissen, wie Bränden und Unfällen, die Einsatzkräfte zu unterstützen. Im Zuge von politischen Vorgaben wurden sie neu organisiert und arbeiten künftig eng mit den SEG aus Reit im Winkl und Grassau zusammen, um sich gegenseitig zu ergänzen. Der Erfolg des neuen Konzeptes zeigte sich am letzten Tag des Jahres als sie nach Marquartstein zu einem Großbrand gerufen wurden.

Neues Fahrzeug für den Hintergrunddienst

Bewährt hat sich auch der neue Rettungswagen für den Hintergrunddienst. Mit Hilfe von privaten Spenden, der Unterstützung der Achentalgemeinden und Geldern des Fördervereins der Bereitschaft, konnte ein vollwertiges Fahrzeug gekauft werden – ein ausgesondertes Modell aus dem Rettungsdienst. Nachdem die Rotkreuzler im letzten Jahr die Ausstattung vervollständigt hatten, war der Rettungswagen 2010 fast jede Woche nachts im Einsatz. Der Hintergrunddienst wird von der Integrierten Leitstelle in Traunstein alarmiert, wenn die „erste“ Mannschaft aus Grassau mit dem Rettungswagen unterwegs ist und sich ein weiterer Notfall ereignet oder die Kollegen vor Ort bei der Versorgung von mehreren Patienten weitere Unterstützung benötigen. Dabei werden die ehrenamtlichen Helfer zu Hause mit Piepsern zum Einsatz gerufen.

Besonders erfreut über die beeindruckende Leistung der BRK-Bereitschaft zeigte sich Grassaus Bürgermeister Rudi Jantke. „Ich schätze die Grassauer Rotkreuz-Truppe vor allem als festen und zuverlässigen Partner im Dorfleben.“ Auch BRK- Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer und BRK- Kreisbereitschaftsleiter Jakob Goess dankten der Bereitschaft für das große Engagement und ehrten langjährige Mitglieder. „Spitzenreiter“ in diesem Jahr war Norbert Kreier aus Grassau, der seit 35 Jahren ehrenamtlich beim Roten Kreuz tätig ist. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.brk-grassau.de.

Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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