Erste Rate erst in fünf Monaten

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Das Wasserwerk in den Weißbachgräben ist das "Herzstück" der neuen Reit im Winkler Wasserversorgung.

Reit im Winkl - In vier Teilzahlungen müssen die rund 600 Haushalte, die in Reit im Winkl an die neue Wasserversorgung angeschlossen sind, die Gesamtkosten für deren Bau in Höhe von 1,7 Millionen Euro begleichen.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat Bürgermeister Josef Heigenhauser nun bekannt gegeben, dass die erste Rate um etwa fünf Monate verschoben wird. Sie wäre Mitte März fällig gewesen.

Seit November 2011 ist sie nun in Betrieb: die neue Wasserversorgung des Ortes Reit im Winkl. Zwei Jahre hatte die die Bauzeit in den Weißbachgräben in Anspruch genommen, um drei Tiefgesteinsquellen zu erschließen und auch die dahinter liegende Pankratiusquelle zu reaktivieren.

In einer Befragung war im Vorfeld den etwa 600 Anschlussnehmern die Möglichkeit eingeräumt worden, sich zu drei Finanzierungsvarianten zu äußern. Grundsätzlich liegt einer Wasserversorgung ein eigener Haushalt zugrunde, der Wasserbeitrag je Haushalt richtet sich dabei nach den tatsächlichen jährlichen Kosten. Hohe Kosten können allerdings dann entstehen, wenn - wie in diesem Fall - die gesamte Versorgung mit dem Wasserwerk und einer etwa 3,6 Kilometer langen, neu verlegten Leitung zu Buche schlagen. Die Anschlussnehmer hatten sich in diesem Fall mehrheitlich dazu bereit erklärt, dass die Gesamtkosten von etwa 1,7 Millionen Euro in einer Vorauszahlung und dann in drei weiteren Raten beglichen werden sollen. Im August 2011 erließ der Gemeinderat dazu dann eine eigene Beitragssatzung.

Nach der Vorauszahlung je Anschlussnehmer sollte am 15. März die erste Rate fällig sein, doch wird dieser Termin "um etwa fünf Monate verschoben", wie Bürgermeister Heigenhauser in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor wenigen Tagen bekannt gab. "Aufgrund der Erprobungsphase der neuen Wasserversorgung und der bisher noch nicht vorliegenden Schlussrechnungen ist die Neukalkulation der künftigen Beitragssätze (...) zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich."

Bei dieser Gelegenheit wurde aber auch festgestellt, dass die gesamte Anlage bislang "völlig problemlos" laufe, gerade bei der Pankratiusquelle war mit zeitweiligen Eintrübungen des Wassers gerechnet worden. "Dies war aber nur ganz kurz vor Weihnachten der Fall", so Heigenhauser abschließend. Voraussichtlich im August dieses Jahres soll den entsprechenden Haushalten ein neuer Bescheid über die Höhe und den Fälligkeitszeitpunkt der nächsten Abschlagszahlung zugestellt werden.

ost/Chiemgau-Zeitung

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