In Europa mit an der Spitze

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Aus vielen Köpfen bestand die Jury der "Europäischen Arge Landentwicklung Dorferneuerung" für den Europäischen Dorferneuerungspreis 2012. In Schleching waren im Mai zu Gast der Vorsitzende der Jury, Charles Konnen aus Luxemburg (hinterste Reihe Zweiter von links), Karl Mayr aus Niederösterreich (vorne liegend) sowie Heike Roos aus Thüringen (rechts außen sitzend).

Schleching - Mit ihrer Dorferneuerung steht die Gemeinde Schleching in Europa mit an der Spitze. Sie ist in der "ersten Kategorie" gelandet. Die Preisverleihung erfolgt im Herbst.

Mit ihrer Dorferneuerung steht die Gemeinde Schleching in Europa mit an der Spitze. Im Rahmen des "Europäischen Dorferneuerungspreises 2012" ist sie - hinter dem Sieger Vals im Kanton Graubünden - in der "ersten Kategorie" gelandet. Die Preisverleihung erfolgt im Herbst.

Den europäischen Dorferneuerungspreis vergibt die "Europäische Arge Landentwicklung Dorferneuerung" mit Sitz in Wien. Der Wettbewerb stand heuer unter dem Motto "der Zukunft auf der Spur". Viele Bürger in Schleching hatten sich eingesetzt und sich am 21. Mai der Jury präsentiert, die für vier Stunden zu Gast war (wir berichteten).

Den begehrten Preis erhielt Vals im Kanton Graubünden. Vals ist eine rund 1000 Einwohner zählende Gemeinde in der Region Surselva im deutschsprachigen Teil der Schweiz und liegt auf einer Meereshöhe von 1250 Metern am Ende eines engen, von steilen Hängen umgebenen Tales. Deren Bewohner verstehen es "hervorragend", so die Jury, "mit und von dieser besonderen naturräumlichen Situation zu leben und dafür Sorge zu tragen, dass diese Basis für ökonomisches Handeln geschützt und auch für künftige Generationen erhalten bleibt."

Schleching setzte die Jury hinter dem Sieger in der "ersten Kategorie". Sie würdigte damit "eine ganzheitliche, nachhaltige und mottogerechte Dorfentwicklung von herausragender Qualität". Dieser symbolische Preis, den Schleching gewonnen hat, ist - so der Tenor der Beteiligten - eine enorme Leistung und bedeutet eine ausgezeichnete Außenwerbung als lebens- und liebenswerte Gemeinde und für den Tourismus.

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Die Beurteilung der Jury lautet: "Schleching überzeugt in allen Teilbereichen der Dorfentwicklung, beginnend bei einer naturschonenden Landwirtschaft, dem Erhalt und dem Ausbau standortgemäßer Erwerbsmöglichkeiten in Handwerk und Tourismus, dem verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen und der nachhaltigen Nutzung erneuerbarer Rohstoffe in beträchtlichem Umfang. Hervorzuheben sind auch die umfassende Erhaltung der ortstypischen Bausubstanz und die restriktiv gehandhabte Siedlungsentwicklung, der Zusammenhalt der BürgerInnen, die Einrichtung von Jugend-, Familien-, Behinderten- und Seniorenbeauftragten sowie die beispielhaften Aktivitäten zur Förderung der Identität, des Selbstbewusstseins und der Motivation aller Generationen zum gesellschaftlichen Engagement, das auf einem äußerst regen Vereinsleben basiert. Nicht zuletzt verdienen die zukunftsweisenden interkommunalen Kooperationen und Netzwerke ganz besondere Erwähnung."

In die erste Kategorie fielen elf Gemeinden der insgesamt 29 beteiligten Dörfer aus Europa, von den Niederlanden bis Italien und Slowenien. Aus dem Nachbarland Österreich erreichten St. Ulrich am Pillersee (Tirol) und Krimml (Salzburger Land) diese Kategorie. Aus Deutschland wurden die Orte Fischbach und Ludwigswinkel (Rheinland-Pfalz), Waffensen (Niedersachsen) und Wiesenburg (Brandenburg) in diese Kategorie gesetzt. In die zweite und dritte Gruppe fielen elf Orte, in die vierte sechs.

bre/Chiemgau-Zeitung

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