Marquartstein: 16.800 Euro gespendet

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Die Instandsetzungsarbeiten am Hinterberger-Bau in der Ortsmitte von Marquartstein, der durch ein Großfeuer Ende 2010 zu zwei Dritteln zerstört wurde, sind voll im Gange. Demnächst wird das Dach wieder komplett neu eingedeckt sein.

Marquartstein - Nach dem verheerenden Großbrand in der Ortsmitte von Marquartstein in der Nacht vor Silvester, sind insgesamt 16.804 Euro an Spenden eingegangen.

Nach dem verheerenden Großbrand in der Ortsmitte von Marquartstein in der Nacht vor Silvester, als zwei Drittel des Gebäudes mit 34 Wohnungen und mehreren Geschäften zerstört wurden und viele Bewohner ihr ganzes Hab und Gut verloren hatten, sind insgesamt 16.804 Euro an Spenden eingegangen.

Die Gemeinde hatte zu Sach- und Geldspenden aufgerufen, woraufhin viele Gemeindebürger Marquartsteins und sogar einige aus anderen Gemeinden großzügig spendeten. Wie die Gemeinde jetzt bekannt gab, gingen auf das von der Gemeinde eingerichtete Konto insgesamt 16804 Euro an Spenden ein, davon allein 5000 Euro vom Lionsclub Marquartstein-Achental, Spenden von Privatbürgern und zahlreichen Vereinen wie der Feuerwehr, den katholischen Frauengemeinschaften Marquartstein und Schleching, den katholischen Kirchen Marquartstein und Grassau, dem Förderverein des Kindergartens St. Veit zusammen mit dem Naturkindergarten, sowie dem Elternbeirat der Grundschule Marquartstein.

Wohnhausbrand in Marquartstein

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Die Geldspenden wurden inzwischen an die geschädigten Personen zu gleichen Teilen ausgezahlt, die schriftlich bei der Gemeinde darum gebeten hatten. Mehrere Betroffene mit Versicherung oder in besseren finanziellen Verhältnissen hatten ausdrücklich zu Gunsten anderer Betroffener auf ihren Teil der Geldspenden verzichtet. Ein Lebensmittelmarkt hatte den Geschädigten als erste Hilfe Lebensmittelgutscheine ausgestellt, der Gasthof "Prinzregent" ersten Unterschlupf gewährt. Ein Rentner, dessen Wohnung buchstäblich vollständig ausgebrannt war, wohnt inzwischen seit einem halben Jahr in einem Zimmer des Wohnstifts Marquartstein und wird dort bleiben, bis seine Wohnung wieder bezugsfertig ist.

Auch zahlreiche Sachspenden wie Möbel, Geschirr, Bettwäsche, Elektrogeräte und vieles andere wurde der Gemeinde von Bürgern mitgeteilt, die alles notierte und vermittelte. So konnte zum Beispiel der Haushalt einer jungen Frau in deren neuer Wohnung fast vollständig eingerichtet werden.

Wohnhaus geht in Flammen auf

Viele der Sachspenden können aber voraussichtlich noch gebraucht werden. Denn die Instandsetzungsarbeiten am sogenannten Hinterberger-Bau sind seit Anfang Januar voll im Gange. "Es ist viel aufwendiger als ein Neubau", sagt Karl-Heinz Neist, der Hausverwalter in Grabenstätt. Die Mauern waren durch die Löscharbeiten völlig durchnässt und rußig, so dass die aufwendigen Trocknungsarbeiten wochenlang andauerten.

Der größte Teil des Daches ist wieder neu gedeckt, aber auch der noch intakt gebliebene Teil des alten Daches muss neu gedeckt werden, was sich wegen der teilweise längeren Regenperioden immer wieder verzögerte. Das letzte Teilstück wird demnächst fertig. Dann soll es auch ein kleines Richtfest geben. Seit Januar wird parallel zu den Arbeiten am Dach auch im Inneren des Baus andauernd gearbeitet. Der Putz musste vollständig von den Wänden geschlagen werden, neue Leitungen gelegt und teilweise neue Mauern eingezogen. "Es geht gut voran", sagt Neist. Die sämtlich aus der Region stammenden Firmen würden gut zusammen arbeiten. "Voraussichtlich am 1. Oktober können die Wohnungen wieder bezogen werden", sagt Bauleiter und beratender Architekt Georg Bauer aus Bernau.

Weitere Erkenntnisse zur Brandursache gibt es nach Auskunft des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd trotz intensiver Ermittlungen der Kriminalpolizei nicht. Die Unterlagen sind derzeit bei der Staatsanwaltschaft Traunstein, die entscheiden muss, ob weiter ermittelt wird.

gi/Chiemgau-Zeitung

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