Förderperiode bis 2015 verlängert

Grassau/Achental - Zum zweiten Mal nach 2009 hat sich das Achental erfolgreich um die Ernennung zur Bioenergie-Region beworben.

In der neuen dreijährigen Förderphase werden die Initiatoren der Region in Oberbayern ihre Projekte zum Ausbau und zur Optimierung biogener Energieressourcen weiter vorantreiben, sagte Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer der Biomassehof Achental GmbH & Co. KG und des Vereins Ökomodell Achental. Bis zum Juli 2015 stehen den Initiatoren und Mitarbeitern zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung.

Wenige Wochen nach der Inbetriebnahme des weltweit ersten Holzvergasers mit "Heatpipe"-Technologie Anfang Mai (wir berichteten) haben die Bewohner des Achentals erneut einen Grund, zu feiern: Das Gebiet wurde zum zweiten Mal nach 2009 zur "Bioenergie-Region" ernannt, erklärte Wimmer.

Bis zum Juli 2015 stehen den Initiatoren und Mitarbeitern zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung, um neue Konzepte für eine effiziente Nutzung regionaler biogener Energieressourcen zu entwickeln und die Effizienz bestehender Projekte zu steigern. Bewilligt wurden die Fördermittel vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und von dem Verein Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe.

Die Verlängerung der Förderperiode über das Jahr 2012 hinaus ist mit einer weiteren guten Nachricht verbunden: Der Ausweitung der Modellregion auf die angrenzenden Gebiete des Landkreises Traunstein. Die neue Zwillingsregion treibt im Rahmen der Initiative "Sonnenkreis Traunstein" das Vorhaben voran, bis zum Ende des Jahrzehnts den gesamten Strombedarf des Landkreises aus regenerativen Energien decken zu können.

Neue Ideen und Konzepte realisieren

"Wir begrüßen es sehr, mit den Mitarbeitern des Sonnenkreises Traunstein künftig kompetente und erfahrene Mitstreiter an unserer Seite zu haben", so Wimmer weiter. "Zudem gibt uns die Ausweitung unserer Bioenergie-Region die Möglichkeit, auch in weniger ländlich geprägten Bereichen neue Ideen und Konzepte zu realisieren."

Zahlreiche neue Maßnahmen sind laut Wimmer für die folgenden drei Jahre geplant, um die Gemeinden der Bioenergie-Region Achental Schritt für Schritt ihrem ehrgeizigen Ziel, der Energie-Autarkie bis zum Jahr 2020, näher zu bringen. Besonderen Wert werden die Initiatoren dabei auf den Einsatz neuer technischer Entwicklungen und die Erschließung bislang nicht verwertbarer biogener Ressourcen legen.

Vorzeigemodell für Biomassenutzung

Daneben wird es Projekte geben, die zur weiteren Etablierung des Achentals - und nun auch des Traunsteiner Landkreises - als Modellregion für eine effiziente und ökologisch einwandfreie Nutzung von regionalen Bioenergie-Ressourcen beitragen sollen. "Konkret sind unter anderen der Aufbau eines regionalen Wissensnetzwerkes, Vortragsreihen zur Chance und Replikation intelligent genutzter Bioenergie und informative Programme für Besucher der Region geplant", so der Vorsitzende des Vereins Ökomodell Achental.

Die "Bioenergie-Region Achental" umfasst die Gemeinden Bergen, Grabenstätt, Grassau, Marquartstein, Übersee, Unterwössen, Schleching, Staudach-Egerndach und Reit im Winkl und ist somit deckungsgleich mit der Gebietskulisse des Ökomodel Achental. Im Rahmen der von der EU unterstützten Initiative "BioRegions" ist das Achental Vorzeigemodell für intelligente Biomassenutzung in Europa. Weitere Informationen unter www.bioenergie-region-achental.de

red/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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