Ganztagsschule läuft hervorragend

Grassau - Die Ganztagsschule wird, wie schon vermutet, sehr stark nachgefragt. Der Schulverbund übernimmt 15.000 Euro für dieses Angebot, das ausgeweitet werden soll.

Über die positive Entwicklung informierte Bürgermeister und Verbandsvorsitzender Rudi Jantke in der jüngsten Schulverbandssitzung. Nach den derzeitigen Anmeldungen übertreffe die Resonanz die Erwartungen und eine dritte Gruppe könne gebildet werden.

In der Ganztagsschule werden Schüler ab der fünften Klasse auch nachmittags in der Schule betreut. Es werden gemeinsam Hausaufgaben gemacht und die Freizeit gestaltet. Die Schüler haben die Möglichkeit, in der Schule ein warmes Mittagessen zu bekommen. Von Montag bis Donnerstag ist die Ganztagsschule, die von drei Mitarbeitern der Diakonie geführt wird, geöffnet. Die Schüler können sich tageweise für die Nachmittagsschule entscheiden.

Die Trägerschaft für die Ganztagsschule hat die Diakonie Rosenheim übernommen. Wie Jantke berichtete, seien derzeit zwei Gruppen in Betrieb. Nach den Anmeldungen für das kommende Jahr werden voraussichtlich 61 Schüler das Angebot wahrnehmen. 49 Schüler sind für vier Tage pro Woche angemeldet und die restlichen werden tageweise kommen. Pro Gruppe werden 25 Schüler betreut. Ab 45 Schüler sei eine dritte Gruppe möglich.

Nach Aussage des Verbandsvorsitzenden ist eine räumliche Vergrößerung von Küche oder Betreuungsräumen zunächst nicht vorgesehen und auch nicht notwendig. Die Ganztagsschule werde staatlich mit 26.500 Euro pro Gruppe und Jahr finanziert. Der Eigenanteil des Schulverbundes betrage pro Gruppe 5000 Euro. Für drei Gruppen heiße dies 15.000 Euro. Diese würden wiederum auf die Mitglieder des Schulverbundes entsprechend der Schülerzahlen aus diesen Gemeinden umgelegt. Robert Höpfner erklärte weiter, dass die Ganztagsschule jedes Jahr aufs Neue beantragt werden müsse.

Einstimmig entschieden sich die Verbandsräte für die Beantragung der dritten Gruppe.

Unerfreuliche Neuigkeiten hatte Jantke in Sachen Jugendsozialarbeit. Obwohl diese an der Schule hervorragend funktioniere, sei wohl mit einer Aufstockung von einer Halbtags- auf eine Vollzeitstelle nach neuesten Erkenntnissen nicht zu rechnen. Bereits 2010 war eine Aufstockung dieser Stelle beantragt, dann abgelehnt worden, da der Antrag nicht fristgerecht bei der Regierung eingetroffen war - , was daran lag, dass der Antrag nicht fristgerecht vom Jugendamt weitergeleitet wurde.

Sparmaßnahme des Ministeriums?

Dies soll nun ein zweites Mal der Schule zum Verhängnis werden, obwohl in Aussicht gestellt wurde, dass eine Ganztagsstelle dann zum nächsten Schuljahr genehmigt werde. Scheinbar wird dies nun aber den Sparmaßnahmen des Kultusministeriums zum Opfer fallen, so Jantke.

Dem Schulamt zufolge, so gab Schulleiter Klaus Biersack die Information weiter, werden 2012 keine Stellen ausgebaut. Das sei besonders bitter, weil Grassau (wo die Schule ab kommendem Schuljahr noch zur Mittelschule Achental avanciert) zum zweiten Mal in Folge nicht berücksichtigt würde. Mit einem Schreiben an Landrat Hermann Steinmaßl will der Schulverband nun noch einmal auf die Problematik hinweisen und um Unterstützung bitten.

Auf die Frage von Andreas Dögerl, dem Bürgermeister von Marquartstein, ob der neuerliche Antrag auch termingerecht weitergeleitet wurde, informierte Höpfner, dass auch dieses Mal der Dienstweg eingehalten worden sei und es demzufolge keine terminlichen Probleme gebe.

tb/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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