Feuerwehren aus Reit im Winkl und Kössen übten

"Gas droht zu explodieren"

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Gemeinsam übten für den Ernstfall die Feuerwehren Reit im Winkl und Kössen.

Reit im Winkl - Die Feuerwehren Reit im Winkl und Kössen haben gemeinsam für den Ernstfall geübt. Dazu hat man sich ein Schreckens-Szenario ausgesucht:

Ein ebenso beunruhigendes wie nachvollziehbares Szenario: In einer Werkstatt neben der Bundesstraße ist ein Brand ausgebrochen, die dort gelagerten Gasflaschen, ätzenden Flüssigkeiten, Öle, Treibstoffe drohen zu explodieren, höchste Gefahr für Mensch, Sachwerte, Umwelt. Die Einsatzgruppen der örtlichen wie der benachbarten Feuerwehr aus Kössen rücken gegen 19 Uhr sofort nach der Alarmierung mit zehn Fahrzeugen an, mit Martinshorn und Blaulicht.

Schnell und routiniert werden vor dem angenommenen Brandherd fast zwei Dutzend Männer mit schwerem Atemschutzgerät ausgerüstet. Andere legen Leitungen und demonstrieren anschließend mit geöffneten Schläuchen ihre sofortige Einsatzbereitschaft, um ein potentielles Übergreifen der vermeintlichen Flammen auf benachbarte Gebäude unterbinden zu können. Nachdem die Atemschutzträger in die Werkstatt vorgedrungen sind, beginnt für Einsatzleiter, Beobachter und andere Einsatzkräfte das Warten darauf, dass die - angenommene - Explosionsgefahr gebannt ist.

Dann erst können die Verantwortlichen die Qualität dieser einstündigen Gemeinschaftsübung der Reit im Winkler Wehr mit ihren Kollegen aus Kössen in vollem Umfang bewerten: "Wir machen solche Übungen ja bereits seit Jahren", erklärt Kreisbrandmeister Alfred Waschin aus Übersee, der wie meist bei größeren Feuerwehrübungen vor Ort ist, "ein paar Kleinigkeiten kann man immer verbessern, aber im Grunde funktioniert diese Zusammenarbeit wirklich hervorragend." "Bewährt hat sich insbesondere, dass wir mit digitalen Funkgeräten kommunizieren können", erklärt demgegenüber Stefan Kitzbichler, der Zweite Kommandant der Kössener Wehr, normalerweise werden auf bayerischer Seite analoge Geräte eingesetzt, diese sind mit den Gerätschaften auf Tiroler Seite nicht kompatibel.

Hubert Heistracher, der Reit im Winkler Kommandant, findet die kürzeste Betrachtungsweise: "Alles hat gut funktioniert."

ost/Chiemgau-Zeitung

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