Auf dem Weg zu einem neuen Konzept

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Die Geigelsteinbahn

Schleching - Für den jetzigen Eigentümer der Geigelsteinbahn ist der Weg frei, ein neues Konzept zu erarbeiten. Von der Gemeinde hat er die erhoffte Unterstützung bekommen.

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In der Talstation war - wie sich nach der Übernahme durch ihn herausstellte - einiges nicht genehmigt: Keine Erlaubnis bestand für die bestehende Gaststätte mit Wohnungen. Ursprünglich war im Liftgebäude nur eine Werkstatt für den Betriebsleiter vorgesehen. 1987 wurde daraus eine Wohnung. Und die bauliche Fortentwicklung der Wohnung unter anderem mit Wintergarten geschah ebenso ohne Plan wie die tatsächliche Schaffung einer zweiten Wohnung im Gebäudekomplex.

Der Eigentümer will die baurechtliche Situation auf rechtssichere Beine stellen und die Brandschutzbestimmungen einhalten. Der Gemeinderat erteilte in seiner jüngsten Sitzung das gemeindliche Einvernehmen - vorausgesetzt, dass weder öffentliche noch privatrechliche Belange entgegenstehen.

Für das Gebiet der ehemaligen Gärtnerei (Mühlau-Loherfeld) ändert der Gemeinderat den Flächennutzungsplan. Aus einem "Dorf-" macht er ein "Wohngebiet".

In diesem Zusammenhang hielt die Planerin Anneliese Hagl einen Fachvortrag über die Nutzung der Sonnenenergie und die Forderung der Gemeinde, die Dächer strikt nach Süden auszurichten, um dann Solaranlagen optimal ausnutzen zu können. Anhand der neuesten Auswertungen konnte sie aufzeigen, dass bei einer Dachneigung von 18 bis 24 Grad und der Anordnung der Solarzellen in Süd-West- bis Süd-Ost-Richtung eine Ausnutzung von 96 Prozent möglich sei. Im Falle der Ausrichtung von West bis Südwest und Südost bis Ost bleiben ihren Angaben zufolge dann immer noch 90 Prozent. Starke Einbußen bei der Gewinnung von Strom durch Solarmodule drohten durch Verschattungen.

Sonnenenergie im Brennpunkt

Hagl zeigte dem Gemeinderat anhand von Grafiken über den Sonnenstand im Verlauf eines Tages, dass die Sonnenenergie im Rahmen einer Bebauung im Gebiet der ehemaligen Gärtnerei dann optimal genutzt wird, wenn die Dächflächen in Richtung Südwest bis Südost ausgerichet werden. Weiter gab Hagl einen Ausblick auf die Zukunftsmöglichkeiten in der Solarbranche. Der Gemeinderat zeigte sich beeindruckt und freute sich über die wertvollen Hinweise von Anneliese Hagl auch im Hinblick auf die Zielsetzung der Gemeinden im Achental, bis 2020 energieautark zu werden.

Im Bereich des Bebauungsplanes "Elmenfeld" (Rainäckerweg Ecke Kapellenweg) hat der Gemeinderat Baurecht für ein Grundstück für den Einheimischen- und Ansiedlungsbedarf in die Wege geleitet. Die Wünsche und Anregungen der Leitungsträger (Firma Eon, Wasserwerk) sowie der Naturschutzbehörde und Bauaufsichtsbehörde wurden verlesen und einstimmig angenommen. Dem Einwand von Christian Schwaiger, "die Garagen sind zu nah am öffentlichen Grund", wurde nicht zugestimmt und ändert somit die Planung nicht.

Die Huberalm wurde - wie im Dezember 2009 beschlossen - inzwischen abgerissen. Nach der Errichtung des Ersatzbaus wurde im November ein Tekturplan eingereicht, da sich durch die Geländesituation eine geringfügige Lageverschiebung ergeben hatte. Die Änderung wurde einstimmig genehmigt.

Der neugebaute Katzbachweg in Schleching wird vom Feld- und Waldweg zur Ortsstraße aufgestuft. Der Träger der Straßenbaulast ist die Gemeinde Schleching.

Der Gemeinderat genehmigte für das Jahr 2013 die beantragten Tage für den Sonn- und Feiertagsverkauf. Die Termine waren mit den Geschäftsinhabern abgestimmt worden.

wun/Chiemgau-Zeitung

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