Gemeinde gibt grünes Licht für Edeka-Markt

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Eigentlich sollte an der Tiroler Straße bereits der neue Edeka-Markt errichtet werden, der Baubeginn verzögert sich aber. Die Behörden regten Änderungen an, die nun Eingang in die Planungen fanden.

Reit im Winkl - Grünes Licht gegeben hat die Gemeinde für den Bau eines Edeka-Marktes an der Tiroler Straße. Der Gemeinderat hat den Bauantrag befürwortet.

Maria Grießenböck hatte ursprünglich einmal gehofft, bereits an Ostern mit dem Neubau des "Vollsortimenters" beginnen zu können, musste sich dann aber noch in Geduld üben. Die Behörden regten an, noch einige Änderungen in die Planung aufzunehmen.

Um durch den Bau des Lebensmittelmarktes zu erwartenden Verkehrsbehinderungen entgegenzuwirken, hatte das Staatliche Bauamt Traunstein zur Auflage gemacht, dass in die Tiroler Straße eine Linksabbiegerspur zu integrieren sei - was dann auch in die Planungen Eingang fand.

Zu bewerten war im Rahmen der öffentlichen Auslegung ferner die Frage, inwieweit für das zu bebauende Areal Überschwemmungsgefahr bestehe. Im Jahr 2005 war nach einem heftigen Unwetter der nahe Hausbach über die Ufer getreten und hatte auch Teile dieser Fläche überflutet. Hierzu stellte das Wasserwirtschaftsamt Traunstein fest, dass deshalb "der Standort für den geplanten Edeka-Markt aus wasserwirtschaftlicher Sicht nicht geeignet" sei. In ihrer Antwort auf diese Aussage betonte die Gemeindeverwaltung jedoch, dass nur geringe Teile dieser Fläche überflutet worden seien und immer noch genügend Retentionsflächen zur Verfügung stünden.

Zu beurteilen waren für die Räte auch mehrere Schreiben von Anwohnern, die Lärmbeeinträchtigungen durch den an- und abfahrenden Autoverkehr befürchten. Die Gemeinde nutzt künftig von den insgesamt 58 entstehenden Parkplätzen selbst 28 Stellplätze bei Großveranstaltungen im benachbarten Festsaal, also insbesondere in den Abend- und Nachtstunden. Hier müsse nochmals das Ergebnis der bereits erstellten Lärmschutzgutachtens geprüft werden, versprach Zweiter Bürgermeister Andreas Heigenhauser versprach.

Untersucht werden muss derzeit des Weiteren noch genauer eine 1600 Quadratmeter große Teilfläche auf mögliche Gräber. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege möchte dadurch ausschließen, dass sich im Untergrund "Körpergräber unbekannter Zeitstellung" befinden könnten. Vor einigen Jahren war man bei Grabungsarbeiten in der Nähe des geplanten Marktes auf mehrere Gräber gestoßen, die allerdings nicht näher datiert und historisch eingeordnet werden konnten.

Nachdem die schriftlichen Stellungnahmen von den Räten zur Kenntnis genommen waren, änderte der Gemeinderat jeweils einstimmig den Flächennutzungsplan. Er erteilte dem Bebauungsplan und dann auch dem Bauantrag einhellig das gemeindliche Einvernehmen.

Mit der Fertigstellung des "modernen Lebensmittelmarktes mit Backshop", wie es im Antragsschreiben hieß, wird dem Vernehmen nach bis Ende 2011 oder Anfang 2012 gerechnet.

ost/Chiemgau-Zeitung

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