Standesamt zieht um

Unterwössen - Aller Voraussicht nach überträgt die Gemeinde Schleching ab 1. Januar 2013 ihre Standesamtaufgaben an die Gemeinde Unterwössen.

Im Vorfeld hatten sich die Gemeinderäte beider Gemeinden schon grundsätzlich dafür ausgesprochen. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Unterwössen gab das Gremium dazu nun auch offiziell ohne Gegenstimme grünes Licht.

Es wird erwartet, dass die entsprechende Schlechinger Entscheidung in den nächsten Tagen erfolgt.

"Die Aufgabenübertragung ist freiwillig und wurde schon in einigen Gemeinden des Landkreises praktiziert", sagte Geschäftsführer Thomas Müllinger in der Sitzung. "Die Übernahme kommt nur zustande, wenn sich beide Gemeinden einig sind."

Schleching übernimmt finanziellen Aufwand

Das sei in den vergangenen Monaten geklärt und auch bereits ein Vertragsentwurf von den Verwaltungen beider Gemeinden erarbeitet worden. Danach übernimmt Schleching den finanziellen Aufwand von Unterwössen für die Aufgabenübertragung von etwa 4250 Euro im Jahr sowie die zusätzlich anfallenden Kosten im Rahmen der Einführung elektronischer Personenstandsregister in Bayern von rund 1000 Euro. Auch die mit der Übernahme anfallenden Einnahmen, wie Gebühren, Verwaltungs- und Bußgelder, fließen Unterwössen zu. Im Gegenzug hat Unterwössen die laufenden Sach-, Material-, Verwaltungs- und Betriebsausgaben zu tragen.

Für die Schlechinger Bürger liegt der Unterschied darin, dass sie künftig das Aufgebot für eine Eheschließung sowie die Beurkundung einer Geburt und eines Todesfalles in Unterwössen vornehmen müssen. Eine Ausnahme bildet die Trauung, die der Schlechinger Bürgermeister auf Wunsch der Brautleute weiterhin in Schleching durchführen kann.

Die Frage von Andreas Bichler (Verein Freie Wählergemeinschaft), ob für die neuen Aufgaben zusätzliches Personal erforderlich sei, konnte Bürgermeister Hans Haslreiter klar verneinen.

Kein zusätzliches Personal erforderlich

Fragen nach dem Nutzen für Unterwössen wollte er nicht aufkommen lassen: "Für uns ist das ein Beitrag zur kommunalen Zusammenarbeit."

Humorig kommentierte Anton Aberger (CSU) die Situation: "Das ist unser erster Schritt zur Übernahme der Gemeinde." (Über weitere Themen der Sitzung berich-ten wir noch.)

vd/Chiemgau-Zeitung

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