Abwasser-Kläranlage fast energieautark

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Auch auf dem Betriebsgebäude der Abwasserkläranlage wurden Fotovoltaikmodule installiert.

Grassau - Seit wenigen Wochen arbeitet nun die 68-KW-Fotovoltaikanlage auf insgesamt vier Dächern der Kläranlage des Abwasserzweckverbands Achental.

Während der jüngsten Verbandssitzung hatten die Verbandsräte die Gelegenheit, die installierte Anlage zu inspizieren. Verbandsvorsitzender Hans Haslreiter wie auch Geschäftsführer Mathias Bauhofer erklärten die Anlage.

Auf der Terrasse des Faulturms konnten die Verbandsräte die neue PV-Anlage in Augenschein nehmen. Interessant war auch die "Steuerzentrale", die ständig über eingespeisten und auf der Anlage verbrauchten Strom Auskunft gibt. Haslreiter informierte, dass die neue 68-KW-Fotovoltaikanlage hervorragend funktioniere und der erzeugte Strom komplett auf der Kläranlage verbraucht werden könne. Dies sei für den Betrieb günstig, da somit der Stromverbrauch günstig zu erhalten ist. Von Vorteil seien auch die verschiedenen Dachausrichtungen der PV-Anlage. Hierdurch ergebe sich eine ziemlich gleichmäßige Stromerzeugung tagsüber. Interessant sei, dass bei kühlem Wetter und voller Sonneneinstrahlung der meiste Strom erzeugt werde. Im normalen Sommerbetrieb arbeite die Anlage mit einer Auslastung von 80 Prozent.

Zusätzlich werde auf dem Abwasserzweckverbandsgelände auch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) betrieben, das zusätzlich 50 KW Strom erzeugen kann. Auch dieser Strom werde zu hundert Prozent auf der Anlage verbraucht. Zudem bestehe die Möglichkeit das BHKW bei geringerer Produktion der PV-Anlage zuzuschalten, so dass die Stromerzeugung flexibler werde. Haslreiter bezeichnete dies als optimale Energieerzeugung beim AZV. Stromkosten können aber auch durch die Optimierung der Steuerung erzielt werden. Auch mit den Kosten der Anlage liege man im Kostenrahmen, wenngleich noch nicht alle Rechnungen vorliegen. Haslreiter bezeichnete die Energieerzeugung als zukunftsweisend.

tb/Chiemgau-Zeitung

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