Ganztagsschule in Betrieb

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In dieser neuen Küche wird das Mittagessen zubereitet.

Grassau - Im Rahmen einer kleinen Feierstunde konnten sich Schulverbandsräte und die Bürgermeister der Verbandsgemeinden von der neuen Mittagsbetreuung im Grassauer Schulhaus überzeugen.

Nach aufwändigen Umbauarbeiten während der Sommerferien - Einbau einer Küche, einer Garderobe, eines Speiseraums und eines Studierzimmers - ist nun alles gerichtet, um den 48 Schülern angenehme Stunden nach dem Unterricht zu ermöglichen. Zudem wurden noch zwei Damen gefunden, die sich um das Mittagsessen kümmern, sowie zwei engagierte Betreuer für die Ganztagsschüler.

Ein ehemaliges Klassenzimmer mit 64 Quadratmetern dient nun als Speise- und Aufenthaltsraum. Zudem wurde ein weiteres Klassenzimmer als Studierzimmer eingerichtet. Im Aufenthaltsraum ist auch eine kleine Büroecke für die Betreuer vorhanden. Des Weiteren wurde der Nebenraum, der früher als Lager für Unterrichtsmaterialien gedient hatte, zum Aufenthaltsraum hin geöffnet. Von ihm aus erfolgt nun die Essensausgabe. In der angrenzenden, perfekt ausgestatteten Küche bereiten Karin Helminger und Evi Kreuz das Mittagsessen zu.

Während der Mittagsbetreuung haben die Schüler nicht nur Gelegenheit, ihre Hausaufgaben zu machen, sondern können zudem auch an einem Freizeitprogramm teilnehmen, basteln, nähen und vieles mehr. Auch an sportliche Betätigung ist gedacht. Zudem besteht die Möglichkeit, sich mit den Lernpaten zu treffen und eventuell vorhandene Lücken zu füllen. Die Ganztagesschule hat von 12.45 bis 16 Uhr an vier Tagen geöffnet.

"Es war eine Meisterleistung, die Ganztagsbetreuung in so kurzer Zeit zu realisieren", betonte während der offiziellen Eröffnung der Verbandsvorsteher Bürgermeister Rudi Jantke. Nachdem die Genehmigung für die Ganztagsschule vorlag, hatte sich Walter Feigl mit den zuständigen Mitarbeiterinnen in der Gemeindeverwaltung, Barbara Münich und Annemarie Winklmaier, an die Arbeit gemacht. In nur kurzer Zeit wurden die Umbauarbeiten organisiert und die Einrichtung beschafft. Es freue ihn auch, dass bei zwei Damen der Gemeinde Interesse an der Bewirtung der Schüler geweckt werden konnte und diese nun das Mittagessen und auch den Pausenbrotverkauf organisieren. Es habe zwar auch gute Angebote der heimischen Gastronomie gegeben, doch halte er diese Form für besser, da auch der persönliche Kontakt zwischen den Köchinnen und den Schülern hergestellt werden kann.

Investitionen für 70000 Euro

Zu den Kosten erklärte der Rathauschef, dass insgesamt 70.000 Euro investiert worden seien. Der Umbau der Zimmer (26,500 Euro), der Küche (22,500) und an der Garderobe summierte sich auf 56000 Euro, während der Schulverband die Ausstattung von Küche und Speiseraum mit rund 14,000 Euro schulterte. 50 Prozent der Kosten werden staatlich gefördert.

Nach Besichtigung anderer Ganztageseinrichtungen sei man von einer Schülerzahl zwischen 20 und 25 ausgegangen. Mit dem jetzigen Andrang von 48 Schülern, die das Angebot annehmen, habe man aber nicht gerechnet.

Im Durchschnitt bleiben 36 Schüler täglich zum Mittagessen. Die Betreuung der Ganztagesschüler liege im Verantwortungsbereich von Martina Fernsebner und Tobias Voges. Angestellt wurden beide von der Diakonie Rosenheim, die die Schulsozialarbeit betreut. "Ich bin sehr guter Dinge, dass wir im Rahmen der Ganztagesschule gut zusammenarbeiten", betonte der Bürgermeister.

Auch das Diakonische Werk arbeite sehr gerne mit der Gemeinde zusammen, erklärte die zuständige Sozialpädagogin Gitti Plank, während Schulleiter Klaus Biersack hinzufügte, er sei sich sicher, dass zur Schülerbetreuung mit Martina Fernsebner und Tobias Voges die richtige Wahl getroffen worden sei.

Von den Kochkünsten der beiden engagierten Damen in der Küche konnten sich die Verbandsräte anschließend überzeugen.

tb/Chiemgau-Zeitung

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