Hauptversammlung des BRK Achental

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Sie sind ein wichtiger Grundstein für die Rotkreuz-Bereitschaft Achental und wurden für ihre Verdienste von Grassaus Bürgermeister Rudi Jantke (links), BRK-Kreisbereitschaftsleiter Jakob Goess (rechts) und BRK-Bereitschaftsleiter Martin Kirchleitner ( dritter von links) geehrt: Thomas Rauch, Margit Harrer, Hans Peter Harrer, Karen Ernst, Jürger Richter, Walter Rudolf, Christoph Wiedermann, Julia Wengbauer, Christian Hegenauer und Raphael Zgóralski (v.l.)

Grassau - Jahresrückblick, Sanierungspläne und natürlich Ehrungen: Das alles stand bei der Jahreshauptversammlung des BRK auf dem Plan.

Das Neue Jahr fing sofort mit einem Einsatz an: Genau eine Stunde nach Silvester schlugen die Piepser Alarm und der Hintergrunddienst der Rotkreuz-Bereitschaft Achental rückte zu einem Notfall aus. 47 solcher Einsätze leistete die Mannschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im vergangenen Jahr – so lautete die Bilanz während der Jahreshauptversammlung. Der Hintergrunddienst wird alarmiert, wenn die „erste“ Rettungsmannschaft aus Grassau bereits unterwegs ist und sich ein weiterer Notfall ereignet oder die Kollegen vor Ort bei der Versorgung von mehreren Patienten weitere Unterstützung benötigen.

„Die Rotkreuzler sind wie unser Wasser“, begann Grassaus Bürgermeister Rudi Jantke seine Rede, „solange es da ist, wird es als selbstverständlich angesehen. Erst wenn nichts mehr aus dem Hahn sprudelt, vermisst man es schmerzhaft.“ So sei es auch mit den Grassauer Rotkreuzlern: Für die Bevölkerung ist es selbstverständlich, dass professionelle Hilfe kommt, wenn sie gebraucht wird. Deshalb sei die Arbeit und der Einsatz der Grassauer BRK-Bereitschaft so wichtig. Aber auch bei vielen Veranstaltungen ist die Marktgemeinde Grassau auf die Unterstützung der Rotkreuzler angewiesen – hier leisten die Mitglieder ehrenamtliche Sanitätsdienste. BRK-Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer lobte den Zusammenhalt der Grassauer Rotkreuz-Bereitschaft und betonte, wie wichtig es, sich unter den Bereitschaften im Landkreis gegenseitig auszuhelfen.

Groß war die Spannung als Rudi Jantke über die Zukunft des Rotkreuzgebäudes in Grassau sprach. Hier würden im Moment zwei Varianten diskutiert: Zum einen eine energetische Sanierung des Gebäudes sowie eine Modernisierung der Rettungswache. Gedacht wird hierbei auch an einen Anbau zwischen Rettungswache und Garage. Die andere Möglichkeit ist ein Abriss des alten Gebäudes mit einem Neubau.

BRK-Bereitschaftsleiter Martin Kirchleitner präsentierte eindrucksvolle Zahlen für das vergangene Jahr: Über 700 ehrenamtliche Stunden verbrachten die Bereitschaftsmitglieder mit Ausbildungen. Genau dieselbe Stundenzahl erforderten die vielen Sanitätsdienste sowie zwei Einsätze der Schnellen Einsatzgruppe, die ebenfalls zur Grassauer Rotkreuz-Bereitschaft gehört. Damit ist die Bereitschaft ein wichtiger Bestandteil im Bereich des Katastrophenschutzes, da sie mit der BRK-Bereitschaft Reit im Winkl zwei der Spezialeinheiten - die „Schnelle Einsatzgruppe Transport Achental“ sowie die „Schnelle Einsatzgruppe Behandlung“ bilden. In dieser Funktion rücken sie aus, um bei größeren Ereignissen, wie Bränden und Unfällen, die Einsatzkräfte zu unterstützen.

Einstimmig in seinem Amt wurde Martin Kirchleitner bestätigt. Sein Stellvertreter ist ab sofort Jürgen Noichl, der Dominik Hilger in diesem Amt ablöste. Taktischer Leiter ist wie bisher Hans Peter Harrer, wie auch das Amt des Kassiers in den Händen von Sebstian Hilger bleibt. Um die medizinischen Belange kümmert sich weiterhin Bereitschaftsarzt Dr. Felix Jahn.

An der Spitze der Ehrungen durch BRK-Kreisbereitschaftsleiter Jakob Goess stand Marianne Färbinger für stolze 35 Jahre Mitgliedschaft beim Roten Kreuz. Es folgten Anni Bernhard, Karen Ernst, Thomas Rauch und Walter Rudolf (30 Jahre) sowie Margit Harrer und Jürgen Richter (15 Jahre) und Julia Wengbauer, Christian Hegenauer, Christoph Wiedermann und Raphael Zgóralski (5 Jahre). Auf die Grundsätze der Rotkreuzbewegung vereidigte Jakob Goess die Bereitschaftsmitglieder Petra Mandl, Thorsten Münch und Christian Hegenauer.

Martin Kirchleiter erinnerte an das Geschenk der Achentalbürgermeister zur 50-Jahr-Feier im vergangenen Jahr: Mit einem Scheck war die Auflage verbunden, ihn nur zum Wohle der Rotkreuz-Mitglieder zu verwenden. Deshalb sei im Mai ein Ausflug nach Solferino in der Nähe des Gardasees geplant, wo im Jahre 1859 nach einer großen Schlacht Henry Dunant die Wurzeln für das heutige Rote Kreuz legte.

cs/BRK

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