Veranstalter zufrieden

„Ängste abbauen und positiv in die Zukunft schauen“: Erstmals Corona-Demo in Grassau

Demonstration gegen die Corona-Politik in Grassau
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Demonstration gegen die Corona-Politik in Grassau.

Die Kundgebungen und Mahnwachen gegen die Anti-Corona-Maßnahmen haben nun auch Grassau erreicht. Rund 80 Teilnehmer fanden sich am Dienstag im Ortskern zusammen.

Grassau - „Hausfrauen, Doktoren, Wirte, Arbeiter, Unternehmer... Es sind inzwischen wirklich viele, die diese Maßnahmen nicht mehr für gut heißen“, war sich Georg Huber sicher. Rund 80 Teilnehmer hörten sich die Rede des Waginger Ladeninhabers am Dienstag, 16. März, in Grassau an. Die kleine Demo vor der Tourist-Info verlief friedlich, der Verkehr auf der Bundesstraße war nicht beeinträchtigt. An die Maskenpflicht wurde sich gehalten, die vereinzelten Ausnahmen wurden umgehend von der Polizei angesprochen.

Demonstration gegen die Corona-Politik in Grassau

Termin-Shopping, freiwillige Corona-Tests, Orientierung am Inzidenzwert, Impfen - Redner Huber arbeitete sich an den aktuell meist diskutierten Themen ab. Man werde von der Regierung „angelogen, verarscht und aufgearbeitet“, Huber sprach von einer „aufoktroyierten Angst“. Es sei ein Riesen-Dilemma, dass sich momentan jeder testen lassen könne, nur weil der Hals kratzt oder aus purer Neugier. Und am Ende entscheide der Inzidenzwert in den Landkreisen über alles.

Demonstration gegen die Corona-Politik in Grassau

„Fitnessstudio, Kartenspielen, Wirtshaus, Jugendtreff, alles ist geschlossen. Wir sollen uns nicht mehr treffen dürfen, sonst könnten die Leute ja noch darüber diskutieren, ob das alles Sinn macht.“ Der Profisport, namentlich Fußball und Biathlon, laufe aber wie gewohnt „damit der Rubel rollt“. Georg Hubers Schlussworte: „Wir müssen Ängste abbauen, positiv in die Zukunft schauen und selbstständig denken. Wir müssen uns wieder was zutrauen!“

Demonstration gegen die Corona-Politik in Grassau

Auch der zweite Redner „Ernesto aus Rosenheim“ sprach davon, „die verdammte Spaltung der Gesellschaft“ zu stoppen: „Es muss doch danach wieder weitergehen.“ Er wolle ein Miteinander statt ein Gegeneinander. Die Kundgebungen gegen die Anti-Corona-Maßnahmen der Regierung würden durchaus fruchten. Im Landkreis Rosenheim würde es immer mehr Mahnwachen geben. Und auch der zweite Redner hatte den Inzidenzwert im Blick: Durch die vielen Tests würde dieser in die Höhe getrieben, auch die Stadt Rosenheim habe sich schon dagegen ausgesprochen, die Maßnahmen allein an der Höhe des Inzidenzwertes zu richten.

Demonstration gegen die Corona-Politik in Grassau

Organisator Franz Lindlacher aus Staudach-Egerndach zeigte sich mit der Resonanz auf die erste Kundgebung in Grassau zufrieden. Er ist auch der Anmelder der Demonstrationen in Traunstein, die dort seit Juni im zweiwöchigen Rhythmus stattfinden.

xe

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