Tourismus im Chiemgau

Grassau und Achental wollen künftig enger zusammenarbeiten

Christiane Lindlacher, Leiterin der Tourist-Information Grassau, und Elisabeth Keihl (v.l.), Leiterin des Kommunalunternehmens „Achental Tourismus“
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Christiane Lindlacher, Leiterin der Tourist-Information Grassau, und Elisabeth Keihl (v.l.), Leiterin des Kommunalunternehmens „Achental Tourismus“ wollen künftig zusammenarbeiten. Als erster Schritt wurde Werbematerial ausgetauscht. Das Bild entstand in der Ruhe-Oase der Tourist Information Grassau.

Dem Gast interessieren keine Gemeindegrenzen, darin sind sich Touristinformation-Leiterin Christiane Lindlacher aus Grassau und die Chefin des Kommunalunternehmens Achental Tourismus, Elisabeth Keihl, einig. Vielmehr gibt es gemeinsame Herausforderungen und Ansatzpunkte.

Grassau – Im Gespräch mit den beiden Tourismusexpertinnen wurde der Wunsch nach mehr Zusammenarbeit deutlich. „Wir sind ein Achental“, betont Elisabeth Keihl, die sich eine gute Zusammenarbeit mit der Touristinformation Grassau wünscht. „Wir müssen wie der Gast denken und überlegen, was dieser vorfinden möchte. Dieser kennt keine Gemeindegrenzen und ist mobil. Je größer das Angebot in der Region, desto besser“.

Künftig monatliche Treffen zwischen den Tourismus-Gemeinden

Wie Christiane Lindlacher hinzufügte, werde man sich nun einmal im Monat treffen und sich gegenseitig kennenlernen. In den vergangenen beiden Jahren nach Gründung des Achental Tourismus mit den Gemeinden Marquartstein und Staudach-Egerndach als direkte Nachbarn sowie mit Unterwössen und Schleching, sei die Kommunikation untereinander schwierig gewesen. Mit der neuen Chefin Keihl soll sich dies aber ändern. Gegenseitige Gesprächsangebote wurden gerne angenommen.

„Wir haben sofort unsere Prospekte ausgetauscht“, erklärt Christiane Lindlacher. Im Sommer war Grassau komplett ausgebucht. Den interessierten Gast in eine andere Region zu verlieren, sei keine Option. Die Verknüpfungen seien jedoch so schlecht gewesen, dass Gäste nicht in die Nachbargemeinden vermittelt werden konnten. Auch das soll sich nun ändern.

Gemeinsamer Veranstaltungskalender vorgesehen

Des Weiteren ist geplant Veranstaltungen aus Grassau in den Veranstaltungskalender des Achental Tourismus aufzunehmen, informierte Elisabeth Keihl. Ebenso können gegenseitig Sehenswürdigkeiten der Gemeinden beworben werden. Das Kommunalunternehmen habe eine Winterkarte erstellt, in der nun auch Grassau und Rottau enthalten ist. Von Vorteil sei, so Christiane Lindlacher, dass die vier Gemeinden der „Achental Tourismus KU“ das gleiche Software-Programm nutzen und so der Informationsfluss noch besser werde.

Geplant ist zudem ein Austausch von Veranstaltungsplakaten. Was sich auch nach der Gründung des Achental Tourismus vor zwei Jahren nicht änderte, ist, dass die Gästekarte im gesamten Achental gültig ist, daran werde auch festgehalten.

Zusammenarbeit war schon einmal sehr gut

Christiane Lindlacher erinnerte sich an die Zeit vor der Gründung des Achental Tourismus. Damals war die Zusammenarbeit sehr gut. Man hatte in jedem Ort einen Ansprechpartner. Bei Fortbildungen des Personals wurde unbürokratisch auf die Tourist-Information der Nachbargemeinde verwiesen.

Viel geplant in nächster Zeit

„Ich sehe das Kommunalunternehmen Achental Tourismus als Start-Up mit vielen Projekten“, sagte Keihl. So werde derzeit die Gästekarte überarbeitet, die Web-Seite überprüft, neue Produkte würden hinzugefügt. Auch werde derzeit ein Film über die Almenwelt mit Blick in das Achental erstellt und auf diesem sei Grassau ebenfalls zu sehen. Für die neuen Ideen ist nun etwas Zeit, solange der Gast noch nicht im Land ist und folglich nicht betreut werden muss. Die Buchungslage sei gut, so Elisabeth Keihl.

Auch in Grassau wird die Zeit genützt, um neue Ideen zu entwickeln. „Die Buchungen für den Sommer laufen sehr gut. Es fällt auf, dass der Gast längere Aufenthalte plant und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer derzeit bei mindestens einer Woche liegt“, berichtet Lindlacher.

Unsicherheiten wegen Corona zwingen zu neuen Ideen

Corona bringe zwar Unsicherheiten aber auch neue Ideen. So seien Picknick-Projekte in Grassau geplant mit ausgewiesenen Plätzen sowie ein Alphornkurs auf der Rachlalm.

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