Jahreshauptversammlung des Gartenbauvereins Grassau

Große und besondere Artenvielfalt im Achental

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Jahreshauptversammlung des Gartenbauvereins Grassau.

Grassau - Bei der Jahreshauptversammlung des Gartenbauvereins blickte man positiv auf das vergangene Jahr zurück. Dennoch musste man den schwer erkrankten Raimund Schupfner verabschieden.

Seinen besonderen Dank drückte Bürgermeister Rudi Jantke dem Vorstand und den Aktiven des Grassauer Gartenbauvereins im Namen der Marktgemeinde bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Sperrer aus. So schmerzlich es sei, dass der Vorsitzende des Vereins Raimund Schupfner so schwer erkrankt ist, dass er seine Aufgaben im Verein nicht mehr erfüllen kann, so hoffnungsvoll ist es wie seine Stellvertreterin Rita Schreiner zusammen mit allen anderen Mitgliedern die anstehende Arbeit meistern.

Besonders freue ihn die Kinder- und Jugendarbeit, aber auch wie sich der Verein vorbildlich bei Großveranstaltungen, wie der Primiz im letzten Jahr einbringe und zu der Ausschmückung der Feste immer wieder beitrage. Nun werde mit dem Raum für den Verein am Hefter-Stadel auch ein alter Wunsch von Raimund Schupfner Wirklichkeit. Damit werden die optimalen Voraussetzungen geschaffen für die vielen Veranstaltungen des Vereins, so Rudi Jantke.

In ihrer Begrüßung drückte die stellvertretende Vereinsvorsitzende Rita Schreiner ihre Freude über den guten Besuch der Versammlung aus. In ihrem Jahresrückblick hob sie besonders den Jahresausflug nach Rain am Lech und nach Ingolstadt mit dem Besuch des Arzneimedizinischen Gartens hervor. Die Primiz von Simon Tyrolt forderte den Gartenbauverein in besonderem Maße. Danach erkrankte leider Raimund Schupfner schwer, sodass der verbliebene Vorstand die Arbeit meistern musste.

Traditionelle Ausflüge und bevorstehende Projekte

Referent Stefan Kattari Gebietsbetreuer Ökomodell Achental.

Mit der Radl-Tour und dem Besuch von heimischen Gärten, der Teilnahme am Ferienprogramm der Gemeinde und dem Radi-Essen konnten die traditionellen Veranstaltungen bei teils sehr guter Teilnahme der Mitglieder recht gut bewältigt werden. Mit der Teilnahme an der Ausstellung des Kreisverbandes in der Lodronhalle in Lampolding mit einem Stand zum Almabtrieb konnte der Verein wieder seine große Einsatzbereitschaft beweisen. Es folgten die Herbstversammlung mit Gärtnermeister Josef Häusler, das Adventsbasteln und die Teilnahme am Grassauer Advent im Hefter-Stadel.

Begleitet wurde der Rückblick durch eine Präsentation von Olaf Gruß, bei der alle Ereignisse des Vereins in Bildern gezeigt wurden.

In diesem Jahr steht die Fertigstellung des Vereinsstadels beim Hefter an, so Rita Schreiner. Dabei beteiligt sich der Verein mit 10.000 Euro am Bau. Noch im März stehe die Gründung einer Kindergruppe des Vereins an. Im April folge dann schon die Beteiligung am Bauernmarkt. Ein Höhepunkt sei dann im Sommer der Ausflug zur Landesgartenschau nach Deggendorf. Das Radi-Essen werde diesmal in Viehhausen stattfinden, erläuterte abschließend Rita Schreiner. Nach dem Kassenbericht von Ingrid Höger, bescheinigten die Kassenprüfer Dietmar Grasnick und Helmut Zeiler eine vorbildliche Kassenführung.

Frauenschuh und Teufelskralle

Mit schönen Bildern entführte anschließend Stefan Kattari die Gartenbauvereinsmitglieder in die vielfältige Natur des Tals der Tiroler Ache. Der Referent, Biologe und Gebietsbetreuer des Ökomodells Achental, betonte einführend, dass das Achental eine außergewöhnliche Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren aufweise. Diese sei auch das Ergebnis der vielfältigen Landschaftsformen von Tallagen mit vielen unterschiedlichen Wiesenformen, dem Moor und dann auch Wälder, die unterschiedlichen Höhenlagen in den Bergen mit den Almen, den unterschiedlichen Wäldern bis hinauf zu den Felsformationen.

Anschaulich und sehr lebendig schilderte Kattari an 60 Pflanzenbeispielen die Besonderheit der Flora des Achentals. Beginnend beim Glanzkraut und dem Sumpfläusekraut führte er die Mitglieder mit anschaulichen Bildern zu den Standorten von Krokussen, Eisenhut und Fettkraut bis hinauf in die Gipfelregion des Geigelstein zu verschiedenen Steinbrechgewächsen. Mit seinen plastischen Schilderungen der Bestäubungsvorgänge weckte er das Interesse bei den Blumenfreunden, bei ihren nächsten Wanderungen in der Natur mal bei den Pflanzen auch genauer hinzuschauen.

Abschließend betonte Kattari beim Beispiel der Fliegenragwurz, dass es bei seltenen Pflanzen nicht darum gehe, diese unter Schutz zu stellen. Man müsse dann auch die entsprechenden Bestäuber und auch die Standorte schützen. Erst der langfristige Erhalt der Biotope mit ihrer Vielfalt an tierischem und pflanzlichem Leben könne auch das Überleben der einzelnen Art gewährleisten, so Kattari abschließend.

Pressemitteilung Gartenbauverein Grassau

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