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„Gefährliche Manöver“ zwischen Bernau und Grassau

Über A8 und B305: Mann (20) liefert sich filmreife Verfolgungsjagd mit Polizei

Autorennen Symbolbild
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Autorennen (Symbolbild).

Bernau/Grassau – Spektakuläre Szenen haben sich am Feiertag (6. Januar) im Chiemgau abgespielt: Zwischen Bernau und Grassau lieferte sich ein 20-jähriger Verkehrsrowdy eine filmreife Verfolgungsjagd mit der Polizei.

Der junge Mann war zunächst gegen 14.25 Uhr auf der A8 (München - Salzburg) auf Höhe der Anschlussstelle Bernau durch seine rasante Fahrweise aufgefallen. Im Bereich der dortigen Bahnunterführung war der Raser mit weit mehr als der dort erlaubten 100 km/h unterwegs. Beamte der Verkehrspolizei Traunstein, die den Vorgang beobachteten, entschlossen sich deswegen zu einer Verkehrskontrolle.

Als der Autofahrer die Beamten bemerkte, ging es rund: Der 20-Jährige, der mit einem BMW unterwegs war, verließ an der Anschlussstelle Felden abrupt die Autobahn und versuchte der Polizeistreife durch riskante Fahrmanöver zu entkommen. Dabei missachtete der junge Mann durchgängig die Anhaltesignale und das Blaulicht des Streifenwagens. Daraufhin forderten die Beamten, die die Verfolgung aufgenommen hatten, Verstärkung durch umliegende Dienststellen an.

Der 20-Jährige raste mit seinem BMW über die Chiemseestraße, die parallel zur Autobahn verläuft, zunächst von Felden zurück nach Bernau und bog dort schließlich auf die B305 Richtung Grassau ab. Der Autofahrer überschritt dabei nach Polizeiangaben sowohl inner- als außerorts die zulässige Höchstgeschwindigkeit jeweils deutlich und vollzog mehrfach „gefährliche Überholmanöver“. Mehrere Autos im Gegenverkehr mussten scharf abbremsen, um einen Zusammenstoß mit dem BMW zu verhindern. Die Polizeistreife ließ sich daraufhin etwas zurückfallen, um die Gefährdung für die andere Verkehrsteilnehmer zu reduzieren.

Bei Flucht weiter über B305 gerast

Kurz vor Grassau bekam der 20-Jährige dann ernsthafte „Probleme“: Auf Höhe des Ortsteils Kucheln verlor der 20-Jährige die Kontrolle über den BMW, kam nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte dabei mit dem Bordstein und zwei Verkehrszeichen. Dadurch wurden drei Reifen des Fluchtfahrzeuges erheblich beschädigt, weswegen die Verfolgungsjagd wenig später an einer Tankstelle in Grassau zu Ende war. Dort konnten die drei Insassen, zwei Männer und eine Frau, vorübergehend widerstandslos festgenommen werden.

Die Polizei konnte dann auch rasch den Grund für die halsbrecherische Flucht klären: Der 20-jährige Rumäne hatte keinen Führerschein und hatte zudem vor Fahrtantritt THC und Kokain konsumiert. Die 23-jährige Beifahrerin und der 20-jährige Mitfahrer im Fond, ebenfalls beide rumänische Staatsbürger, wussten nach Polizeiangaben zwar, dass der Fahrer keinen „Lappen“ hatte. Dies sei ihnen jedoch „egal“ gewesen, hieß es. Der 20-jährige Fahrer erhielt zahlreiche Anzeigen und wird nach seiner Festnahme am Freitag (7. Januar) dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der andere 20-Jährige wurde ebenfalls angezeigt, weil er seinem Kumpel seinen Wagen überließ, obwohl er wusste, dass dieser keinen Führerschein hatte.

Polizei sucht weitere Zeugen:

Die Verkehrspolizeiinspektion Traunstein bittet Verkehrsteilnehmer, die durch die halsbrecherische Fahrweise des 20-Jährigen gefährdet oder behindert wurden, oder Zeugen, die Angaben zur Sache machen können, sich mit der Dienststelle unter der Telefonnummer 08662/6682-0 in Verbindung zu setzen.

mw/Verkehrspolizei Traunstein

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