Einsatz für die Bergwacht Grassau bei aufziehender Unwetterfront

Zwei blockierte Wanderer an der Hochplatte

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Einsatzkräfte der Bergwacht Grassau begleiten die beiden blockierten Wanderer und sichern sie an einer abgerutschten Stelle des Hausleitensteiges

Grassau - Am Montag musste die Bergwacht Grassau zu einem Rettungseinsatz ausrücken:

Pressemeldung im Wortlaut:

Die Bergwacht Grassau rettete am Pfingstmontag, den 10. Juni, zwei verstiegene Wanderer aus Nordrhein-Westfalen vom Hausleitensteig an der Hochplatte. 

Der 39-jährige Mann war zusammen mit seinem achtjährigen Patenkind mit der Hochplattenbahn aufgefahren und dann zur Piesenhausener Hochalm gewandert. Für den Abstieg hatten die beiden den Weg über den Hausleitensteig gewählt, ein an der Südseite der Hochplatte teilweise in absturzgefährdetem Gelände verlaufender steiler Steig, der vom Gipfel bis ins Tal nach Marquartstein abseits von befahrbaren Straßen und Wegen führt. 

Auf einer Höhe von etwa 800 Metern hatten mehrere umgestürzte Bäume den Weg versperrt, weshalb die beiden Wanderer wieder den Rückweg angetreten hatten und entlang des Steiges aufgestiegen waren.Als dann eine Unwetterfront aufzog baten sie gegen 18.45 Uhr um Hilfe bei der Rettungsleitstelle. Ob die beiden Personen, die laut ihren Aussagen unverletzt waren, besser von oben oder von unten zu erreichen waren konnte anhand der gemeldeten Koordinaten nicht sicher geklärt werden. Daher machten sich parallel zwei Suchtrupps auf den Weg. 

Drei Bergwachtmänner eilten mit dem Rettungsfahrzeug zur Plattenalm, stiegen dort in den Steig ein und suchten das fragliche Gelände von oben ab. Gleichzeitig stiegen weitere vier Einsatzkräfte bergwärts entlang des Steiges. Das Unwetter entlud sich glücklicherweise nur als kurzer starker Regenschauer, jedoch drohte dadurch und aufgrund der einsetzenden Nacht eine Unterkühlung der beiden Wanderer, weswegen weitere Einsatzkräfte im Tal für eine mögliche bodengebundene Rettungsaktion bereitstanden.

Um 20.05 Uhr erreichten die beiden Suchtrupps nahezu gleichzeitig die blockierten Wanderer auf einer Höhe von etwa 920 Metern. Es bestätigte sich die ursprüngliche Zustandsmeldung, wonach beide unverletzt waren und selbstständig gesichert absteigen konnten. Die sieben Einsatzkräfte der Bergwacht Grassau begleiteten und sicherten die beiden auf dem Steig hinab ins Tal und schnitten den von Bäumen versperrten Abschnitt notdürftig frei. 

Gegen 21 Uhr erreichte die Gruppe den Wanderparkplatz an der Talstation der Hochplattenbahn, wo die beiden Männer eigenständig die Heimfahrt in ihre Urlaubsunterkunft antreten konnten.

Pressemeldung Bergwacht Grassau

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