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Landkreis Traunstein rigoros

Eklat im Bayern-Trainingslager: Landratsamt wirft Spielerfrauen aus Hotel - „Regeln gelten für alle gleich“

Unter anderem reisten auch die Partnerinnen und Kinder von Joshua Kimmich und David Alaba nach Grassau.
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Unter anderem reisten auch die Partnerinnen und Kinder von Joshua Kimmich und David Alaba nach Grassau.

Grassau - Es hätte so schön sein können: Seit Mittwoch (12. Mai) befindet sich der frisch gebackene Deutsche Fußballmeister im von der DFL angeordneten Quarantäne-Trainingslager in Grassau. Komplett abgeschottet von der Außenwelt. Doch weil die Bayern bereits Deutscher Meister sind, durften auch Frauen und Kinder mit. Aber damit ist jetzt Schluss.

Update, 15. Mai, 7.40 Uhr - Landratsamt: Angehörige müssen Bayern-Trainingslager verlassen

Frauen, Partnerinnen und Kinder der Bayern-Profis mussten das Trainingslager des deutschen Fußball-Meisters wieder verlassen. Das Landratsamt Traunstein stellte gegenüber Verein und Hotelbetreiber klar, dass alle Personen, die nicht zwingend zur Durchführung des Trainingsbetriebs notwendig seien, das Hotel noch am Freitag verlassen müssten.

Angebote, die nicht der Übernachtung, Verpflegung oder dem Trainingsbetrieb der Berufssportler dienten, seien einzustellen. Sollten bei der angekündigten Prüfung Verstöße festgestellt werden, würden diese konsequent geahndet. „So gerne wir den FC Bayern bei uns zu Gast haben - klar ist: Regeln gelten für alle gleich“, hieß es in dem Schreiben des Landratsamtes. Der FC Bayern München selbst hat dazu noch keine Stellungnahme abgegeben.

Nachdem sich einige Spielerfrauen sowie die Fußball-Profis und der Betreuerstab den Anforderungen des Hygienekonzepts mit Corona-Tests und häuslicher Quarantäne unterzogen hatten, durften sie zunächst zu ihren Männern in das Mannschaftshotel ziehen. Diese Möglichkeit nahm eine Handvoll Frauen - unter anderem die Partnerinnen und Kinder von Joshua Kimmich und David Alaba - wahr, sehr wenige kleine Kinder waren auch dabei. Die Deutsche Fußball Liga sieht in dem Bayern-Trainingslager keinen Verstoß gegen das Hygienekonzept, dem auch die Angehörigen der Spieler unterlagen.

Der alte und neue Meister tritt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) zum vorletzten Bundesligaspiel dieser Saison beim SC Freiburg an.

Update, 20.55 Uhr - Auch Partnerinnen von Joshua Kimmich und David Alaba in Grassau

Unter anderem waren die Partnerinnen und Kinder von Joshua Kimmich und David Alaba vor Ort. Den Verantwortlichen seitens des Vereins und des Hotels droht eventuell auch ein Bußgeld. Das Landratsamt will Verstöße konsequent ahnden.

Update, 20.38 Uhr - Grassauer Bürgermeister: „FC Bayern darf weder Vorteile noch Nachteile erfahren“

Der Grassauer Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) teilte den OVB-Heimatzeitungen auf Anfrage mit, dass er die Entscheidung des Landratsamts voll mittrage und für ausgewogen halte. „Der FC Bayern muss ganz normal behandelt werden. Er darf weder Vorteile noch Nachteile erfahren“, sagte Kattari. 

Erstmeldung:

Eigentlich hieß es, dass es dieses Jahr keinerlei Treffen von Amateuren oder Fans (Plus-Artikel) geben werde. Zur Absicherung der letzten beiden Bundesliga-Spieltage und der anstehenden Fußball Europameisterschaft werde es strenge Quarantänemaßnahmen geben. Nun erfuhr das Landratsamt Traunstein laut einer Pressemitteilung, welche der Redaktion von chiemgau24.de vorliegt, von der Anreise von „Familienangehörigen und Partnern der Spieler“.

Die „Durchführung derartiger Trainingslager für Berufssportler ist nach den aktuellen Bestimmungen grundsätzlich möglich“, verweist jedoch darauf, dass die Unterbringung von Angehörigen im Hotel nicht erlaubt ist, wenn diese „mit der Durchführung des Trainingsbetriebs nichts zu tun haben“. Das Landratsamt Traunstein hat deshalb umgehend sowohl gegenüber dem Hotelbetreiber als auch gegenüber dem Verein in drei Punkten klargestellt:

  • 1. Alle Personen, die nicht zwingend zur Durchführung des Trainingsbetriebs notwendig sind, müssen das Hotel noch heute verlassen.
  • 2. Alle Angebote des Hotels, die nicht der Übernachtung, Verpflegung oder dem Trainingsbetrieb der Berufssportler dienen, sind einzustellen.
  • 3. Der Sachverhalt wird umfassend geprüft. Sollten dabei Verstöße festgestellt werden, werden diese konsequent geahndet.

Das Landratsamt stellt abschließend in der Pressemitteilung mit klaren Worten fest: „So gerne wir den FC Bayern bei uns zu Gast haben – klar ist: Regeln gelten für alle gleich.“

mda mit Material des LRA Traunstein

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