Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser

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Hintere Reihe von links: Franz Gnadl, Übersee; Olaf Gruß, Grassau; Thomas Beilhack, Unterwössen; Rudi Jantke, Grassau; Vordere Reihe Marina Gasteiger, Grassau; Peter Ritter, Unterwössen; Monika Rappl, Schleching.

Grassau -  Beim Treffen der SPD-Kreistagskandidaten wurden viele aktuelle Themen besprochen. Besonderes Augenmerk liegt neben dem Ökomodell Achental auf der Hochwasservorsorge.

Nach Hochwasserereignissen erklingt immer sofort der Ruf nach höheren Dämmen entlang der Gewässer, um alle Häuser, Betrieb und auch landwirtschaftliche Flächen vor den Wassermassen zu schützen. So auch nach den drei letzten Hochwässern 2002, 2010 und 2013, bei denen jeweils die Messgrößen des zu erwartenden Jahrhunderthochwassers überschritten wurden. Nach dem Hochwasser 2010 wurde ein Ausgleichfond für die Hochwasserschäden angeregt. Nur Grassau stellte dazu das entsprechende Geld bereit, aber danach schlief diese Idee wieder ein, weil keine andere Gemeinde und auch nicht der Landkreis mitmachten.

Wirkliche Hochwasservorsorge gefordert

Im letzten Jahr wurden auch sofort Lösungen gefordert und Konferenzen einberufen. Noch immer aber sind keine Beschlüsse gefasst worden oder langfristig wirkende Lösungen erkennbar. Lediglich die Dämme wurden in der bisherigen Form wieder aufgebaut, auch wenn sie gezeigt haben, dass sie keine wirklich sichere Lösung für derartige Hochwässer darstellen. Alle Verantwortlichen im Tal und auch der Landkreis sind nun gefordert, wirkliche Vorsorge für die Zukunft zu schaffen und das Thema nicht einschlafen zu lassen, so Rudi Jantke.

Bei dem Treffen der Kreistagskandidaten der SPD aus dem Achental bei der Grassauer SPD im Gasthof zur Post in Grassau freute sich Dr. Dieter Hahn Kandidaten aus den meisten Gemeinden des Achentals begrüßen zu können. Ergänzend betonte Bürgermeister Rudi Jantke, wie wichtig es sei, dass die Interessen des Tales durch möglichst viele Vertreter der SPD der Gemeinden von Übersee über Grassau, Unterwössen bis Schleching vertreten werden.

Zukunftsorientierter Fremdenverkehr

Die SPD-Kandidaten setzten sich für einen sanften zukunftsorientierten Fremdenverkehr in ihrem Tal ein. Ein Bedürfnis ist ihnen aber besonders, betonte Olaf Gruß aus Grassau, die unsinnigen Grenzen zwischen den Tourismusverbänden Chiemgauverband und Chiemsee-Alpenland umgehend abzubauen. Gäste kennen keine Grenzen, weder bei der Auswahl ihres Urlaubsortes noch bei der Nutzung der touristischen Einrichtungen. Nicht die Abgrenzung sollte im Mittelpunkt der touristischen Arbeit der Gemeinden im Umfeld des Chiemsees und so auch im Achental stehen, sondern eine fruchtbare Zusammenarbeit aller Gemeinden in beiden Landkreisen. Dies haben über viele Jahre die Gemeinden gezeigt, welche im Chiemseeverband zusammengeschlossen waren, so Franz Gnadl aus Übersee.

Wie eine solche gute Zusammenarbeit funktioniert zeigt nun schon seit 1965 der Abwasserzweckverband Achental. Ausgehend vom Zusammenschluss von Grassau, Marquartstein und Unterwössen bei der Abwasserentsorgung, traten 1981 Schleching und Staudach–Egerndach dem Verband bei. Nur zusammen war es möglich, ein Klärwerk zu schaffen, welches immer auf dem neuesten Stand ist zum Schutz der Umwelt im Achental, stellten Thomas Beilhack und Peter Ritter aus Unterwössen fest.

Ökomodell Achental als Musterbeispiel

Ganz besonders sei auch das Ökomodell Achental als Musterbeispiel der überörtlichen Zusammenarbeit im Achental und sogar darüber hinaus zu loben,erläuterte Monika Rappl aus Schleching. Es sei durch seine vorausschauende Arbeit auf dem Gebiet der Umwelt, des Tourismus sowie der Landwirtschaft auch ein zukunftsweisendes Modell für den Landkreis, so Marina Gasteiger aus Grassau. Es sei zu hoffen, dass auch die langfristigen Ziele zur Verwirklichung der energetischen Unabhängigkeit des Achentals in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Traunstein verwirklicht werden könne. Notwendig sei es aber, dass den Worten aus dem Kreistag nun auch endlich Taten folgen.

Diese Ziele wollen alle Kreistagskandidaten aus dem Achental, Franz Gnadl aus Übersee, Thomas Beilhack, Peter Ritter aus Unterwössen und Monika Rappl, Schleching und die Grassauer Kandidaten Rudi Jantke, Marina Gasteiger und Olaf Gruß gemeinsam mit dem Landratskandidaten Josef Konhäuser verfolgen.

Pressemitteilung SPD Grassau

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