Positives Jahresfazit vor bevorstehenden Wahlen

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von links Herbert Gschöderer, Bürgermeister Rudi Jantke, Hans Hornberger.

Grassau - Am Dreikönigstag lud die SPD wieder zum Frühschoppen. Viele Interessierte kamen, um sich über wichtige lokalpolitische Themen sowie die aktuelle Finanzlage zu informieren.

Die Hochwasser, Dürren, Waldbrände und andere Naturkatastrophen häufen sich so stark in den letzten Jahren, dass kaum noch jemand daran zweifeln kann, dass es sich hier um einen von Menschen verursachten Klimawandel handelt. Grassau könne zwar nicht das weltweite Klima retten, betonte Rudi Jantke, aber jeder einzelne und auch die Gemeinde können dabei mithelfen den Kohlendioxid-Ausstoß zu mindern und auch die Verschleuderung von Ressourcen zu bremsen.

Grassau habe das letzte Hochwasser durch den großen Einsatz der Feuerwehr, des BRK, der Bergwacht und vieler anderer weitgehend gut überstanden. Aber es darf nicht wieder so sein wie bei den letzten Hochwässern, dass nach wenigen Monaten die große Gefährdung vergessen werde. Die Hochwasserstände in den letzten 10 Jahren zeigen uns, dass das nächste Hochwasser schon bald wieder kommen könne. Wir müssen schon sehr bald wirkliche Schritte zum Hochwasserschutz einleiten, damit in Zukunft nicht auch Grassau und Mietenkam unter Wasser stehe, so Jantke. Es müssen gemeinsame Wege aller Gemeinden an der Tiroler Ache bis nach Österreich möglichst bald gefunden und dann auch umgehend umgesetzt werden.

Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dieter Hahn freute sich so viele Interessierte zum 7. Dreikönigs-Frühschoppen im Sportlerheim des SC Reifing am Reifinger See begrüßen zu können. Das vergangene Jahr war gefüllt mit vielen Wahlen, welche für die SPD nicht unbedingt erfolgreich verliefen. Dies konnte aber durch die erfolgreichen Koalitionsverhandlungen mehr als ausgeglichen werden. Nun stehen aber die nächsten Wahlen am 16. März an, die wichtigen Wahlen des Bürgermeisters und des Marktgemeinderats. Die Grassauer SPD ist dabei gut aufgestellt mit Rudi Jantke als amtierenden Bürgermeister, der wieder für dieses Amt kandidiert.

Ganztagsbetreuung hat sich bewährt 

Der Anbau an die Schule habe sich schon sichtbar bewährt. Dadurch wurde mehr Platz für die immer mehr zunehmende Ganztagsbetreuung geschaffen, berichtete Mechthild Faller-Obermeier. Auch der Ausbau Jugendsozialarbeit sei im Interesse der Kinder und ihrer Eltern nur zu begrüßen.

Die Familienstelle bei der Gemeinde Grassau habe sich in den letzten Jahren bewährt und ihr Aufgabengebiet sinnvoll erweitert, schilderte Susi Speckbacher. Mustergültig konnte man dies bei der Wunschbaumaktion vor Weihnachten sehen. Eine ebenfalls attraktive Veranstaltung sei das Neugeborenentreffen, welches diesen Monat ansteht. Wichtig sei bei allen Aktivitäten auch die zunehmende Zusammenarbeit mit den örtlichen Verbänden und Einrichtungen, z.B. vom Mütterverein bis hin zur örtlichen Bücherei.

Der Kunstrasenplatz wird schon vielfältig genutzt 

Für die Sportfreunde in Grassau war die Verwirklichung des Kunstrasenkleinfeldes am Sportgelände ein ganz besonders wichtiges Ereignis, berichtete Sportreferent Herbert Gschöderer. Er wird schon sehr intensiv genutzt. Die Finanzierung ließ sich durch die langfristige Verpachtung des Geländes der ehemaligen Eisstockbahnen und des Beachvolleyballplatzes realisieren. Dieses Jahr werde nun der Beachvolleyballplatz im Südosten des Reifinger Sees geschaffen.

Zur Fernwärme in Grassau berichtete Gschöderer, dass die Anlage durch den Anschluss von 600 Haushalten an 246 Übergabestationen sowie Hotels und Gewerbebetriebe ausgelastet sei und dass nun eine zweite Ofenlinie geplant sei. Dadurch eröffne sich die Möglichkeit noch mehr Bürger anzuschließen. Insbesondere strebe man eine Ausdehnung des Wärmenetzes ins Oberdorf und auch die Moosbacher Straße an. Dazu sei eine weitere Verdichtung des bestehenden Netzes, also dem Anschluss an bestehende Wärmestränge, sehr erwünscht.

Vieles wurde in den letzten Jahren in Grassau und Rottau verwirklicht 

SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Hornberger berichtete über die vielfältigen baulichen Maßnahmen des vergangenen Jahres. Trotz der angespannten Finanzlage der Gemeinde konnte Vieles verwirklicht und wichtige neue Projekte angeschoben werden. Neben der Fortsetzung der Ortskernsanierung in Mietenkam mit der Verschiebung der Kreisstraße, der Schaffung eines Veranstaltungsraumes und eines Ladens sei insbesondere die Verwirklichung eines neuen Rot-Kreuz-Gebäudes im Ortszentrum im Mittelpunkt der gemeindlichen Diskussionen gestanden. Durch den Bau des Gebäudes mit den dringend erforderlichen Garagen mit Hygieneschleuse sowie Räumlichkeiten für den Notarzt werde die Arbeit der Sanitätskolonne Achental und damit die medizinische Versorgung im Tal gesichert und entscheidend verbessert, so Hornberger.

Bereits gestartet wurde auch eine Untersuchung der Möglichkeiten für die Sanierung oder den Neubau des Gebäudes am Sportgelände. Dazu kamen auch die Vorbereitungen der Erweiterung des Feuerwehrgebäudes in Grassau. Hierzu müssen aber noch die Grundstückverhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden. In Grassau wurden in den letzten Jahren viele bauliche Maßnahmen für die Bürger verwirklicht, von der Ortskernsanierung in Grassau und Rottau, über den Reifinger See bis hin zum Bau der Musikschule. All dies ließ sich aber nur durch die gute Zusammenarbeit im Marktgemeinderat über alle Fraktionsgrenzen und ganz besonders mit dem Bürgermeister erreichen, betonte abschließend Hans Hornberger.

Mietenkam mit mehr Leben erfüllen 

Grassau hat durch die Maßnahmen der Ortssanierung in Mietenkam die nötigen Voraussetzungen geschaffen, nun seien die Mietenkamer daran, das Ortsleben durch die Nutzung der neuen Möglichkeiten mit mehr Leben zu erfüllen, so Olaf Gruß. Durch die Einbeziehung der Bevölkerung bei einer öffentlichen Veranstaltung und anschließender Bürgerbefragung in den Entscheidungsprozess hatte der Marktgemeinderat schon versucht die Bedürfnisse zu erfragen und bei der Entscheidung weitgehend zu berücksichtigen. Der Dorfladen könne aber nur leben, wenn er auch angenommen wird, der Dorfplatz zwischen dem Laden und der Kirche sowie der Veranstaltungsraum machen nur Sinn, wenn die Mietenkamer dort auch Veranstaltungen durchführen und die Räumlichkeiten als zentralen Raum der örtlichen Begegnung nutzen, so Gruß.

Finanzielle Lage besser als erwartet 

Die finanzielle Lage der Marktgemeinde Grassau war durch die Gewerbesteuerrückzahlung von 1,8 Millionen Euro sehr angespannt. Insbesondere wurde Grassau in seinem Bestreben, die Schulden abzubauen deutlich zurückgeworfen. Derzeit habe die Gemeinde 4,3 Millionen Euro Schulden bei einer Rücklage von 1,15 Millionen, also Verbindlichkeiten von 3,15 Millionen.

Erfreulich war aber in diesem Jahr, dass die Steueraufkommen anstiegen und die Erwartungen übertrafen, so Bürgermeister Rudi Jantke. So konnten wieder notwendige Maßnahmen angegangen werden, wie z.B. zusätzliche Straßensanierungsmaßnahmen und auch Sanierungen des Kanals. Aber auch die neue Heizung im Kindergarten in Rottau und dem daneben liegenden Arzthaus konnte fertig gestellt werden.

Neben dem Rotkreuz-Gebäude und der Ortskernsanierung stehen aber weitere wichtige Maßnahmen an, ob es die sehr kostenintensive energetische Sanierung der Schule ist, eine neue größere Turnhalle oder aber die notwendige Anschaffung von neue Feuerwehrfahrzeugen für Grassau und Rottau. Nicht wenige wichtig sei es auch, eine Lösung für die sich entwickelnde Industriebrache auf dem Gelände der ehemaligen Firma Körting zu finden.

Er freue sich, so abschließend Rudi Jantke, dass er mit einer so starken Liste in die Kommunalwahlen gehen könne. Zwar schreiben alle Gruppierungen, dass ihre Listen ausgewogen seien zwischen Jungen und Alten, alle Berufsgruppen umfasse und alle Ortsteile abdecke, bei der SPD-Liste in Grassau wisse er aber, dass dies wirklich stimme. Alte erfahrene Gemeinderäte, welche teils seit 1990 die Gemeindepolitik mitgestalten, daneben eine Vielzahl junger Bewerber, beiderlei Geschlechts aus allen Ortsteilen und verschiedensten Berufen, garantieren für eine zukunftsgerichtete Politik, welche aber immer auch die Wirklichkeit am Ort beachten werde, so Jantke.

Pressemitteilung von der SPD Grassau

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