Alternativen werden geprüft

Standortsuche für Senioren- und Pflegeheim geht weiter

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Diesen Standort westlich des Sportplatzes hatten die beiden Firmen vorgeschlagen.
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Grassau - Die Standortsuche für ein neues Senioren- und Pflegeheim gehen weiter, nachdem aus dem ursprünglich geplanten Standort am Rossanger wohl nichts wird. 

Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, den Antrag zweier Firmen zur Errichtung eines Senioren- und Pflegeheimes sowie einer Wohnanlage für betreutes Wohnen auf einem Grundstück westlich des Sportplatzes vorerst zurückzustellen. "Es sollen zunächst noch alternative Standorte geprüft werden, bevor hier eine Entscheidung getroffen wird", erläuterte Bürgermeister Rudi Jantke (SPD) im Gespräch mit chiemgau24.de. 

Bereits Anfang 2017 hatte es von den beiden Unternehmen, der Wohnlinie GmbH Grassau und der Erlbau GmbH & Co.KG Deggendorf für ein neues, modernes Seniorenheim gegeben. Dieses sollte am Roßanger, nur 100 Meter vom bestehenden Heim entfernt entstehen. Zusätzlich zum Heim sollten auch eine Anlage mit vier Wohnhäusern für betreutes Wohnen auf den 10.000 Quadratmetern gegenüber der Tankstelle gebaut werden. 95 Plätze sollte das Heim haben, mehr als doppelt so viele als im bestehenden an der Rottauer Straße. Auch die Zahl der Arbeitsplätze im Heim hätte sich dann auf 70 verdoppelt.

In einer Abstimmung auf chiemgau24.de begrüßte die Mehrheit der Befragten damals die Pläne für den Roßanger:

Das Gelände am Roßanger war in der Vergangenheit hart umkämpft. 2004 kippte ein Bürgerentscheid die Ansiedlung eines Discounters, 2012 scheiterte dann auch die BayWa mit einem Neubau auf dem Gelände. Auch diesmal wurden die Bürger befragt, bevor es an die weiteren Planungen ging. Doch trotz einer positiven Bürgerbefragung lag das Projekt danach erst einmal auf Eis. Denn das Vorhaben lag im Überschwemmungsgebiet Tennbodenbach, für welches eine Veränderungssperre besteht.

"Die aktuellen Pläne haben sich nicht wesentlich verändert", erklärte Bürgermeister Jantke. Sie würden nun allerdings 100 Heimplätze und insgesamt sechs zusätzliche Wohnhäuser für betreutes Wohnen vorgesehen. Zwei davon soll die Gemeinde errichten um bezahlbaren Wohnraum für ältere Menschen zu schaffen. 

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