Wegen Schulden? Vater und Sohn mit Pistole bedroht

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Grassau - Ein Familienvater bekam nachts unerwarteten Besuch von drei Männern. Ihre Behauptung: Sein Sohn schuldet ihnen Geld. Als sich der Vater wehrte, eskalierte die Situation.

Mutmaßliche Schulden des volljährigen Sohnes führten wohl dazu, dass ein 51-jähriger Grassauer unliebsamen Besuch der „Gläubiger“ bekam. Am frühen Dienstagmorgen wurde er gegen 3.30 Uhr von den drei Männern im Alter zwischen 16 und 28 Jahren zuhause aufgesucht und massiv bedroht. Die Tatverdächtigen behaupteten, vom Sohn des Geschädigten, der noch bei seinen Eltern lebt, mehrere hundert Euro zu bekommen und wollten das Geld nun eintreiben. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, bedrohten sie Vater und Sohn mit einer Pistole, die einer der Verdächtigen mit sich führte.

Da sich der 51-Jährige zunächst weigerte, wurde er mit Gewalt zur Herausgabe eines dreistelligen Geldbetrages genötigt. Nach erfolgter Geldübergabe verließen die Männer schließlich die Wohnung und flüchteten.

Erst am Nachmittag erstattete der Geschädigte Anzeige. Einer der Tatverdächtigen stellte sich selbst bei der Polizei. Die beiden Haupttäter, ein 17-jähriger Heranwachsender aus Staudach-Egerndach sowie ein 28-jähriger Grassauer wurden später zuhause durch Spezialeinsatzkräfte der Polizei in einer Wohnung vorläufig festgenommen.

Die bei dem Überfall vorgezeigte Schusswaffe sowie das geraubte Geld konnten dabei aufgefunden und sichergestellt werden. Bei der späteren Überprüfung der Waffe wurde festgestellt, dass es sich um eine Gaspistole handelte.

In ihren Vernehmungen zeigten sich die drei Tatverdächtigen inzwischen geständig. Sie wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein dem Haftrichter vorgeführt, der gegen die beiden Haupttatverdächtigen die Untersuchungshaft anordnete.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © Picture Alliance / dpa

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