Langfinger zerstört tolle Aktion 

"Wer nimmt unsere Steine weg?" - kleine Künstler aus Grassau sind enttäuscht 

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In Mietenkam bemalen Kinder und Eltern gemeinsam kleine Steine und legen sie an verschiedene Orte ab. 

Grassau - Die freie Zeit mit den Kindern sinnvoll nutzen. Dieser Aufgabe sahen sich zahlreiche Eltern in den vergangenen Wochen gegenüber. In einigen Gemeinden entstand in diesem Zusammenhang eine tolle Idee: "Steine bemalen". Doch es gibt wohl auch in dieser Zeit herzlose Menschen. 

Ob in Rosenheim, Fridolfing oder Grassau. Eltern und Kinder entdeckten während der Corona-Pandemie eine neue "Leidenschaft", welche vielen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. An bemalten Steinen am Wegrand oder an anderen Stellen erfreuen sich nicht nur die Künstler selbst.


In der Hochfellnstraße in Rosenheim fing alles ganz klein an. Eine Frau startete vor einigen Wochen am Mangfallkanal eine Mutmach-Aktion. Sie hatte dort einen Zettel mit "Stop, bitte liegen lassen!" und einen bemalten Stein abgelegt. Mittlerweile erstreckt sich die Steinchenstraße über hundert Meter. Während einige Exemplare in den Lieblingsfarben der Schöpfer leuchten, haben andere ganze Kunstwerke erschaffen. 

Eine Mitmach-Aktion in Rosenheim fand viele Interessenten. 

Ebenso in Fridolfing hat eine Schlange an Steinen den Dorfbrunnen mittlerweile umrahmt. Hier sind wunderschöne Motive wie Engel, Käfer und Regenbogen zu erkennen.

Enttäuschung in Grassau 

Die selbe Idee fand auch in Mietenkam, Grassau, große Begeisterung. "Vor allem Kinder bemalen hier liebevoll zahlreiche Steinchen und legen diese an verschiedenen Orten ab", wie eine Mutter gegenüber chiemgau24.de schildert. "Alle geben sich Mühe, gehen jeden Tag spazieren, sind an der frischen Luft und haben Bewegung."

In Mietenkam bemalen Kinder und Eltern gemeinsam kleine Steine und legen sie an verschiedene Orte ab. 

Doch seit über einer Woche herrscht Unmut bei den kleinen und großen Künstlern. "Jetzt haben wir jemanden Unbekannten, der alle Steine wegnimmt - entweder mit Absicht oder unwissentlich",  erklärt die Mutter. 

Das mache nicht nur die Kinder sehr traurig. Deshalb bitten die fleißigen Anstreicher eindringlich darum, die schönen Einzelstücke in Ruhe zu lassen. 

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