"Katek-Prozess": Lange Haftstrafen gefordert

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Der Firmensitz der ESC GmbH in Grassau.

Grassau/München - Je sechs Jahre Haft wegen Untreue: Das hat die Staatsanwaltschaft im Prozess um einen Millionenschaden beim Elektronikhersteller Katek gefordert.

UPDATE 15.15 Uhr:

Je sechs Jahre - für den ehemaligen Betriebsleiter und die mit ihm verheiratete Chefbuchhalterin. Gegen eine weitere Buchhalterin trennte das Landgericht München das Verfahren ab, um Beweisanträgen der Verteidigung nachzugehen.

Die Angeklagten sollen unerlaubt hochriskante Spekulationsgeschäfte getätigt, Bilanzen gefälscht und dem Betriebsleiter unberechtigt einen sechsstelligen Bonus überwiesen haben. Staatsanwalt Thomas Böx sprach in seinem Plädoyer von gut sieben Millionen Euro Gesamtschaden. Die Anklage war von etwa dem doppelten Betrag ausgegangen, einige Punkte wurden aber am Vortag als unerheblich für das Strafmaß fallengelassen.

Die Verteidigung plädierte für beide Eheleute auf Freispruch, Aufhebung des Haftbefehls und Entschädigung für die rund 18-monatige Untersuchungshaft. Nach Auffassung der Anwälte wurde in der gut einjährigen Verhandlung kein einziger Punkt der Anklage nachgewiesen. Die Angeklagten verzichteten auf ein Schlusswort; sie hatten auch während des Prozesses geschwiegen.

Kurzbericht:

Am Donnerstag stellten die Verteidiger der drei Angeklagten mehrere Beweisanträge, berichtet das Oberbayerische Volksblatt. Die Plädoyers haben sich dadurch verschoben, könnten aber direkt folgen, falls die Beweisanträge am Freitag abgelehnt werden. Der Fall wird vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II verhandelt.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, die ESC GmbH in Grassau um 15,8 Millionen Euro betrogen zu haben, indem sie die Geschäftsbilanzen manipulierten. Die ESC-GmbH gehört zur Katek-Gruppe, die wiederum im Besitz von Kathrein ist.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf ovb-online.de oder in den OVB-Heimatzeitungen.

rm/redro24/dpa

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