Nähe zur Natur aber wenig Wohnraum für Einheimische

Große Umfrage: So urteilen unsere Leser über Grassau

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Grassau - In den vergangenen Tagen lief eine Umfrage über Grassau auf unserem Portal. Wir wollten von unseren Lesern wissen, was ihnen an Grassau gefällt - und was nervt.

Insgesamt nahmen 741 Personen an der Umfrage teil, was an Grassau gut ist. Ein paar weniger, 720 Personen, stimmten darüber ab, was sie an Grassau nervt.

Zusammengerechnet wurden von diesen Personen 3292 Stimmen abgegeben. Dabei waren Mehrfachnennungen verschiedener Punkte erlaubt und erwünscht. Die Punkte selbst stammten aus Meinungen und Kritik, die von unseren Lesern auf Facebook und per E-Mail über Grassau abgegeben wurden.

Nicht repräsentativ - aber aussagekräftig 

Es ergibt sich so also zwar kein repräsentatives, jedoch, auf Grund der tausenden Stimmen, sehr aussagekräftiges Stimmungsbild über die Lebensqualität in Grassau.

Wir werden von Bürgermeister Rudi Jantke noch eine Stellungnahme zu den Umfrageergebnissen erbitten. 

Das gefällt an Grassau

Klar am meisten gefällt den Umfrageteilnehmern die Nähe zu den Bergen und dem Chiemsee. 65,9 Prozent gaben dies an. Viele unserer Leser lobten auf Facebook, wie sehr sie es schätzen, auf diese Weise ihre viel ihrer Freizeit in der Natur verbringen zu können.

Die guten und vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten wurden von 38,3 Prozent ebenso gelobt wie die Lange Nacht und die Wochenmärkte mit 33,9 Prozent. Die lange Nacht findet das nächste Mal am 13 August statt und wird vom Verein "Aktives Grassau" organisiert. Dabei haben nicht nur die Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet, sondern es gibt daneben auch noch weitere Angebote. Ein Viertel der Befragten, 25,5 Prozent freut außerdem die schnelle Anbindung zur Autobahn. 22,5 Prozent erfreute außerdem, wie gut die Dorfverschönerung gelungen ist. 

Das nervt an Grassau

Zu wenig bezahlbarer Wohnraum für Einheimische. - Diesen Punkt gaben fast 50 Prozent als Kritikpunkt an und wünschen sich Initiativen er Gemeinde. Wie überall rund um den Chiemsee hat die schöne Lage auch ihre Schattenseite in Form von in den letzten Jahren rasant gestiegenen Immobilien- und Mietpreisen. Laut Angaben des Landesamtes für Statistik lag der durchschnittliche Kaufwert von Bauland je Quadratmeter im Jahr 2016 bei 392 Euro. Damit war Grassau unter den Kommunen, bei denen Zahlen vorliegen, die teuerste im Landkreis.

Dem folgt mit 37,9 Prozent der Stimmen, dass sich nach Ansicht nicht weniger Grassauer das Sicherheitsgefühl verringert hat. Vor allem viele Frauen gaben auf Facebook an, dass sie sich weniger wohl dabei fühlen, abends alleine zu Fuß unterwegs zu sein, als früher. 

30,4 Prozent beklagen, dass die Ortsdurchfahrt Mietenkam für Radfahrer in Richtung Übersee schlecht geeignet ist. Sie wünschen sich hier Abhilfe.

Weiterhin beklagten 20 Prozent der Befragten, dass sich mit dem neuen Gewerbegebiet auch der dort geplante Baumarkt verzögert. Das Thema beschäftigt auch den Gemeinderat schon seit einer Weile. Vor allem die Frage, ob das Gewerbegebiet dem Ortskern schaden könnte. Schließlich noch 17,2 Prozent der Befragten beklagten sich über die Arbeitsweise des Winterdienstes.

Die Umfragen in der Übersicht:

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