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Überraschend wenig Bürger vermissen Baumarkt

Schadet neues Gewerbegebiet Grassau? Experte spricht Klartext

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Eine Tankstelle, ein Hagebau-Markt und ein Fitnessstudio sollen auf dem Gelände der ehemaligen Körting-Werke entstehen. Laut einem Stadtplaner wird das dem Ortszentrum kaum schaden. 
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Grassau - Das Gewerbegebiet nahe dem Kreisverkehr soll größer werden: Ein Baumarkt und eine Tankstelle sind geplant. Wie viele Grassauer wünschen sich das wirklich? Und schadet das dem Ortskern? Dazu gibt es jetzt Untersuchungen.

"Überlegen Sie genau, wie Sie mit dem Gewerbegebiet am Kreisverkehr weiter umgehen. Nicht, dass man aus dem Zentrum damit die Luft herauslässt", mahnte Stadtplaner Jan Vorholt am Dienstagabend die Gemeinderäte. Seine Beratungsfirma "Cima" hat für die Marktgemeinde ein Einzelhandelskonzept erstellt: Natürlich steht das geplante Gewerbegebiet ("Hagebau", Tankstelle) auf dem Areal der früheren Körting-Werke dabei im Mittelpunkt.

Drei Viertel der Befragten mit Angebot in Grassau eigentlich zufrieden

Die Analyse sagt auch: Im Zentrum gibt es ein breitgefächertes, dichtes Angebot und kaum Leerstände.

Doch Vorholt sagte auch: Ein Baumarkt und eine Tankstelle würden sich auf die Ortsmitte wohl kaum negativ auswirken. Solange im neuen Gewerbegebiet kein "innerörtlicher" Bedarf angeboten wird (Schuhe, Textilien, Lederwaren), sei der Standort in Ordnung, so der Stadtplaner: "Daher meine Empfehlung für den Bereich südlich der Bahnhofstraße: Entwickeln sie dort bloß keine zweite Ortsmitte." Das jetzige Zentrum in Grassau könne sich sehen lassen, es sind kaum Leerstände zu beklagen.

Aber auch die Gegner der Pläne sahen sich von dem Einzelhandelskonzept bestätigt: Nicht mal zehn Prozent vermissen laut einer Umfrage in Grassau einen Baumarkt. Mehr als drei Viertel der 630 Befragten sind mit dem Angebot im Ort zufrieden. Schadet ein neuer "Hagebau" dann nicht mehr, als er nützt? "Klar, die Wettbewerbssituation wird sich verschärfen, aber die kleinen Läden im Zentrum haben bessere Qualität und eine andere Zielgruppe", so Stadtplaner Vorholt.

Bis auf einen stimmten alle für das Konzept

Lesen Sie außerdem: 540 Unterschriften gegen Gewerbepläne

Das Konzept wurde von den Gemeinderäten am Dienstag mit breiter Mehrheit angenommen. Nur Mehdi Akbari stimmte dagegen - nicht aus Gegnerschaft zum Gewerbegebiet an sich, aber er war sich sicher, dass fünf oder sechs der kleineren Geschäfte im Ortskern unter dem Baumarkt leiden würden. "Die Handlungsempfehlungen des Einzelhandelskonzeptes sind künftig zu berücksichtigen", verpflichteten sich die Gemeinderäte in der Abstimmung. 

Südlich der Bahnhofstraße sind ein Hagebau, eine Tankstelle und ein Fitnessstudio geplant. Die Verkaufsfläche des Baumarktes darf nicht größer sein als 1200 Quadratmeter. Daran anschließend, in Richtung Zentrum, wird ein großes Wohngebiet für rund 500 Personen entstehen: mehrgeschossige Sozialbauten, Reihen- und Einfamilienhäuser. Auch ein Kindergarten ist geplant. Die Gemeinde kann nur bedingt mitreden, denn der Grund gehört ihr nicht. 

xe

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