Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Grassau

18 Fragen an Franz Pletschacher (Bayernpartei)

Bürgermeisterkandidat in Grassau: Franz Pletschacher (Bayernpartei)
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Bürgermeisterkandidat in Grassau: Franz Pletschacher (Bayernpartei)

Grassau - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Grassau wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Franz Pletschacher (Bayernpartei).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Franz Pletschacher


2. Partei

Bayernpartei

3. Alter

48 Jahre

4. Wohnort

Grassau, seit Geburt

5. Geburtsort

Prien

6. Familienstand

ledig

7. Kinder

keine

8. Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Mit 18 Jahre Mitglied der Bayernpartei und seit 4 Jahren politisch aktiv. 2018 Vorbereitung, im Frühjahr 2019 Gründung des Bayernpartei Ortsverbandes Grassau- Rottau. Seitdem 3. Vorsitzender. Oktober 2019 Wahl zum Bürgermeisterkandidaten.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Der unvergessliche und leider verstorbene Sepp Daxenberger

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Ich bin in unserer Gemeinde tief verwurzelt durch Mitgliedschaft in mehreren Vereinen, durch meinen landwirtschaftlichen Bio-Betrieb, meine Arbeitsstelle und meinen Freundeskreis. Eine gute, intakte Dorfgemeinschaft zeichnet unseren Ort aus. Unsere Gemeinde ist in vieler Hinsicht das Zentrum des Achentals.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Ich will aus Überzeugung Bürgermeister werden und zum Wohl unserer ganzen Gemeinde beitragen. Mit meinem vielseitigen Wissen über Landwirtschaft, Natur und Wirtschaft, mit meiner Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Menschen jeder Altersstufe verfüge ich über ideale Voraussetzungen.

12.  Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

In der vergangenen Amtszeit wurde verpasst, den Gewerbepark in Grassau als reines Gewerbegebiet mit den ehemals dort ansässigen Firmen zu erhalten. Ich möchte dieses Gewerbegebiet zu seinem ursprünglichen Zweck zurückführen und neues Gewerbe ansiedeln.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Für mich ist die größte Herausforderung, einen stabilen Haushalt zu führen und gleichzeitig allen Anforderungen wie Klimaschutz und bezahlbarem Wohnraum gerecht zu werden.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

  • bezahlbarer Wohnraum 
  • sparsamer Umgang mit unvermehrbarem Grund und Boden 
  • Klimaschutz

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Der Wohnungsmarkt - besonders im Bereich von Wohnungen mit vier Zimmern und mehr für Familien - ist sehr angespannt. Mein Ziel ist, benötigte Wohnungen in Zusammenarbeit mit einer kommunalen Wohnbaugenossenschaft zu bauen, um die Mieten bezahlbar zu machen. Mein Bestreben ist, eine Wohnbaugenossenschaft mit allen Achental-Gemeinden zu gründen.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Wir müssen unseren Planeten Erde retten. Auch unsere zukünftigen Generationen haben Anspruch auf eine lebenswerte Zukunft. Wir müssen in der Gemeinde alle Möglichkeiten nutzen, um Strom zu sparen. Der dann noch notwendige Strom sollte weitgehend aus Erneuerbaren Energien erzeugt werden.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Die Proteste der Landwirte sind mehr als berechtigt, weil die Düngeverordnung mit ihren Vorschriften keine Lösung für die Probleme ist. Durch die neuen Verordnungen wird die Gülle nicht weniger. Diese Verordnungen ruinieren kleine und mittelständische Betriebe. Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ wird leider nur auf den Rücken der Landwirte ausgetragen. „Bienen und Insekten retten“ – das ist unser aller Aufgabe. Leider haben diese Themengebiete dazu geführt, den Ruf der Landwirte massiv zu schädigen. Wenn ich bestimmen könnte, würde ich beide Themengebiete ganz von vorne mit wirklichen Fachleuten ausarbeiten und - seien Sie sicher - das hätte Hand und Fuß.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, sich gegen das Handelsabkommen mit Südamerika (Mercusur) zu wehren, das alle unsere Bemühungen um Klimaschutz in Frage stellt. Es zerstört den Regenwald, vernichtet die dortigen Kleinbauern und den Lebensraum von unzähligen Tierarten. So wird Fleisch aus Massentierhaltung produziert, das niemand braucht. Dann wird dieses Fleisch mit Schwer-Öl betriebenen Schiffen nach Europa geliefert. „Klimaschutz ade!“, kann ich nur sagen. Deshalb sollten wir in unseren örtlichen Geschäften einkaufen und regionale Produkte bevorzugen. Das erhält die Gewerbetreibenden im Ort, unterstützt die heimischen Landwirte und schont das Klima.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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