Veruntreuung in Millionenhöhe

Immer noch kein Urteil im "Katek-Prozess"

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Der Firmensitz der ESC GmbH in Grassau.
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Grassau/München - Aufgrund von neuen Beweisanträgen wurde das Urteil im "Katek-Prozess" vertagt: Angeklagt sind drei Ex-Mitarbeiter, die fast 16 Millionen Euro veruntreut haben sollen.

Vor dem Landgericht München II müssen sich der ehemalige Betriebsleiter von Katek, seine Ehefrau und damalige Leiterin der Buchhaltung und die Finanzbuchhalterin verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, das Elektronikunternehmen durch Veruntreuung in den Ruin getrieben zu haben. Für diesen Donnerstag wurde vor dem Landgericht das Urteil in dem fast zwölf Monate andauernden Prozess erwartet. Aufgrund von neuen Beweisanträgen seitens der Verteidigung mussten nun allerdings zwei weitere Fortsetzungstermine angesetzt werden. Das Verfahren wird am 20. und 21. Februar fortgesetzt.

Die Vorwürfe gegen die Angeklagten

Mit riskanten Spekulationen und Zinsgeschäften sollen die drei Angeklagten die ESC GmbH um 15,8 Millionen Euro erleichtert haben. Hierfür seien die Geschäftsbilanzen für die Jahre 2007 bis 2009 manipuliert worden. Ferner seien 300.000 Euro durch illegale Boni in die eigene Tasche gewirtschaftet worden.

Der im November 2012 verstorbene Unternehmer Anton Kathrein.

Die ESC GmbH (Electronic Service Chiemgau) gehört zur Katek-Gruppe, die wiederum zum Rosenheimer Unternehmen Kathrein gehört. Der inzwischen verstorbene Firmengründer Anton Kathrein rettete das vor der Insolvenz stehende Unternehmen im Jahr 2012 vor der Pleite: Er schoss einen zweistelligen Millionenbetrag aus seinem Privatvermögen zu, um das Elektronikunternehmen zu retten.

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