Maibaum wird nur 24 Meter hoch

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Das Modell einer neuen Maibaumfigur aus Aluminium kam bei den Mitgliedern des Tourismus- und Heimatvereins Rottau gut an.

Grassau - Schneller, höher, weiter? Nicht so in Rottau! Der Tourismus- und Heimatverein hat entschieden, dass der künftige Maibaum höchstens 24 Meter hoch sein darf.

"In einer Zeit, in der Gigantismus überhand nimmt, lassen die Rottauer Vernunft walten", lobte Grassaus Bürgermeister Rudi Jantke bei der Jahreshauptversammlung des Tourismus- und Heimatvereins Rottau dessen Entscheidung, dass der Maibaum, der im nächsten Jahr aufgestellt wird, höchstens 24 Meter hoch sein darf.

Auch die zweite Entscheidung zum Maibaum, die Vorstand Hubert Praßberger bekannt gab, nahmen die vielen Besucher positiv auf. Die sehr teuren Holzfiguren sollen durch Aluminiumfiguren ersetzt werden. Das Probeexemplar gefiel allen recht gut. Hans Laubhuber junior hat den neuen Maibaum für 2014 gestiftet.

Ein großes Lob sprach der Vorstand Felix Uth und Heini Fischer für deren Arbeit aus. Fischer hört nach 20 Jahren auf. Als Dank erhielt er einen Geschenkkorb und einen Essensgutschein. Sein Nachfolger ist Hans Kern.

Die Leiterin der Tourist Info in Grassau, Christiane Lindlacher, ging in ihrem Bericht zuerst auf das "Durcheinander" der Tourismusverbände ein. Grassau sei in vier Verbänden: dem Chiemgau-Tourismusverband des Landkreises Traunstein, dem Chiemsee-Alpenland-Verband des Landkreises Rosenheim, dem Ökomodell Achental und bei "6 am Chiemsee". Jantke nannte die Verbandspolitik eine "unendliche Geschichte".

Als Neuerungen nannte Lindlacher das Ticketsystem und das elektronische Meldewesen. Nach der Modernisierung der Internetseite seien 25 Prozent mehr Zugriffe erfolgt.

Bisher konnten die Gäste mit Kurkarte den Achentalbus und die Chiemseeringlinie kostenfrei benutzen. In Zukunft werde beim Achentalbus ein Euro verlangt, erklärte die Tourismuschefin. Der geplante Salz-Alpen-Steig vom Hallstätter See nach Prien werde von der EU finanziell in großem Umfang unterstützt. Bis Rottau sei der Verlauf festgelegt, über die restliche Route müsse noch entschieden werden, führte Lindlacher aus.

Zweiter Vorsitzender Hias Hofmann, bezeichnete den neuen Maibaum, für den Kosten von 10.000 Euro anfallen, als "große Aufgabe". Die alten Holzfiguren sollen versteigert werden. Mit freiwilligen Helfern soll die Leonhardikapelle gestrichen sowie der Platz zwischen dem Gasthaus "Messerschmied" und dem Haus der Dorfgemeinschaft verschönert werden.

Der Quellstein beim ehemaligen Verkehrsbüro soll Hofmann zufolge durch einen Brunnen mit Trinkwasser ersetzt werden. Die Ausbesserung des Freiweidachweges und des Brunnweges zum Weißenbachgütl soll auch mit Freiwilligen in Angriff genommen werden.

Auf dem Berg sollen neue gelbe Schilder mit schwarzer Schrift als Wegweiser aufgestellt werden, im Dorf bleiben aber die alten Holzschilder. Am Wassertretbecken werde ein zweites Trimmgerät im Wert von 4000 Euro aufgestellt, kündigte der Zweite Vorsitzende an.

Dem Haushaltsplan, der Ausgaben von 23.000 Euro vorsieht und fast zur Hälfte über Rücklagen finanziert wird, stimmte die Versammlung einstimmig zu.

Jantke wies noch auf einige Großveranstaltungen in diesem Jahr hin, die Primiz von Simon Tyrolt am 7. Juli, die Almbegehung vom Adersberg über die Rottauer Almen am 31. Juli sowie die Almbauerntage am 5. und 6. Oktober. Abschließend appellierte der Bürgermeister an die Zuhörer: "Heimat und Tourismus gehören zusammen. Erhaltet Landschaft und Natur, so fördert ihr den Tourismus."

aj/Chiemgau-Zeitung

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