Grassau saniert ohne Subvention

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
über die Schulferien hinaus wird sich die Dachsanierung der neuen Turnhalle in -Grassau hinziehen.

Landkreis Traunstein - Anfang Mai hatten die Kommunen erfahren, ob sie vom Füllhorn aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung profitieren. Oder auch nicht. Wer Fördermittel erwartet, beginnt erst später.

Dabei hatten einige Bürgermeister des Landkreises Traunstein, denen Fördermittel zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude, vor allem von Schulen, in Aussicht gestellt wurden, angekündigt, möglichst noch in den Sommerferien mit den Maßnahmen beginnen zu wollen. In der Praxis hat sich, wie eine Umfrage der Chiemgau-Zeitung in den Rathäusern ergab, allerdings herausgestellt, dass zwischen Wunsch und Wirklichkeit Welten liegen. Tatsächlich beginnen die allermeisten Arbeiten erst im nächsten Jahr.

Nicht so in Grassau. Da die Marktgemeinde mit der größten Grund- und Hauptschule im zweitgrößten bayerischen Landkreis bei der Vergabe der Fördermittel leer ausgegangen ist (wir berichteten), muss sie nicht auf die endgültigen Förderbescheide der Regierung von Oberbayern warten, sondern kann schon jetzt Geld ausgeben. Nämlich ihr eigenes.

Weil das Ziegeldach der neuen Turnhalle marode ist, wird es nach Angaben von Bauamtsleiter Manfred Haslinger durch eines aus Aluminium ersetzt, gleichfalls in rot. Dabei stellte sich heraus, dass auch der Dachstuhl zum Teil von Fäulnis befallen ist. Dies Problem wird in den nächsten sechs bis acht Wochen gleichfalls mit angepackt. Zunächst ist die westliche Seite an der Reihe, anschließend die östliche zum Pausenhof. Die Gesamtmaßnahme ist mit 85000 Euro angesetzt.

In der Kreismetropole werden sowohl Landkreis als auch Stadt bedacht. So sind einmal 1,05 Millionen Euro für die Sanierung der Turnhalle des Chiemgau-Gymnasiums, zum anderen 867000 Euro für die Hans-Dierl-Turnhalle aus dem Jahr 1972 vorgesehen. In beiden Fällen wird noch auf den endgültigen Förderbescheid gewartet, obwohl die Entwurfsplanung bereits abgeschlossen beziehungsweise in Arbeit ist. Da auch noch die Ausschreibungen anstehen, dürfte der Baubeginn wohl erst 2010 erfolgen.

In übersee war, wie Geschäftsleiterin Rosemarie Steffl berichtet, der Zeitraum zu kurz, um die Voraussetzungen zu schaffen, die Schulsanierung noch in den großen Ferien über die Bühne zu bringen. In der Chiemseegemeinde werden 350000 Euro erwartet.

Bergen hingegen ist schon weiter: Hier hat bereits die Ausschreibungsphase für die Vergabe der insgesamt 916000 Euro für Sanierung von Schulsporthalle und Schul-Zwischenbau begonnen. Baubeginn soll noch im Herbst sein.

In Reit im Winkl schließlich, das mit 1,151 Millionen Euro an Subventionen rechnet, wird noch gewartet, ob die Bezirksregierung die eingereichte Grobplanung akzeptiert (wir berichteten). Mit der Umsetzung wird ab Frühjahr gerechnet.

mt/Chiemgau-Zeitung

Zurück zur Übersicht: Achental

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser