Grünes Licht für Dorferneuerung

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Schleching - Einige Entscheidungen fällte jetzt der Gemeinderat. Unter anderem brachte er die Dorferneuerung Raiten auf den Weg.

Aus Volksschule wird Grundschule - dieser Namensänderung hat der Schlechinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Außerdem brachte das Ratsgremium die Dorferneuerung Raiten auf den Weg.

Die Lehrerschaft und die Leitung der Schule hatten sich in der Konferenz vom 10. November für eine einheitliche Regelung und die Anpassung des Namens an die heutigen Schulbezeichnungen entschieden. Mit der Umbenennung werden neue Siegel und Stempel erforderlich, hieß es in der Sitzung.

Gemeinde-Geschäftsleiterin Christine Zaiser stellte im Rahmen der Anhörung die Details zur Planung von vier Maßnahmen der Dorferneuerung Raiten vor. Die Maßnahmen betreffen den Ausbau des Kirchenweges, die Umgestaltung des Dorfplatzes mit Parkplatz, das Kneipp-Tretbecken und die Bepflanzung. Der Kirchenweg, bisher nur 2,4 Meter breit, soll als Komplettausbau mit neuem Unterbau und Entwässerung zwischen drei und 3,6 Meter Breite mit Asphaltdecke erstellt werden. Am aufwändigsten ist die Entwässerung. Im Bereich des südlichen Anwesens ist zum Schutz vor Oberflächenwasser eine fünfzeilige Granitrinne mit Geländemulde vorgesehen. Der übrige Straßenlängsseite erhält zur Entwässerung einen Granitzweizeiler, eine sogenannte "Homburger Kante". Im nördlichen Bereich ist eine Stützmauer erforderlich.

Am Dorfplatz wird das alte Feuerwehr-Gerätehaus abgerissen. Die Parkplätze werden neu strukturiert und mit Rasensteinen angelegt, die Zufahrt wird asphaltiert. Nicht mehr benötigte Asphaltdecken müssen entfernt werden, Setzungen des Untergrundes in Kauf genommen werden. Als Abgrenzung und zur Entwässerung wird ein Granitzweizeiler entlang des neuen westlichen Gehweges vorgesehen. Der Gehweg wird in Betonsteinen ausgeführt.

Auch eine Kastanie für den Dorfplatz

Das Kneipp-Tretbecken wird hergerichtet und erhält ein Handlauf in Edelstahl. Als Bepflanzung des neu gestalteten Dorfplatzes sind drei Kirschbäume, eine Kastanie, ein Ahorn und eine Hainbuchenhecke geplant. Hannes Hörterer schlug eine Begradigung der Grundstücksgrenze zwischen Hammerschmiede und Straße vor, die jetzt teilweise bis an das Gebäude heranreicht.

Der Gemeinderat stimmte der Planung im Rahmen der Anhörung zu.

Bürgermeister Josef Loferer bezeichnete die Dorferneuerung Raiten als ein wichtiges gemeindliches Ziel.

Andi Hell regte erneut an, den steilen Wiesenbereich des Kirchbichl zu terrassieren, damit auch dort beim jährlichen Gottesdienst am Freialtar der Trachtenwallfahrt des Chiemgau-Alpenverbandes ein Stehen möglich wird. Die Anregung wurde ins Protokoll aufgenommen.

Im Rahmen der Digitalisierung und Überarbeitung des Bebauungsplanes Nummer 10 "Bichlfeld" in Schleching ist eine weitere Änderung erforderlich, über die Geschäftsleiterin Zaiser informierte. Betroffen sind drei Grundstücke mit Änderungen der Baugrenzen, der Drehung eines Gebäudes und der Eintragung einer Grunddienstbarkeit, die ein Dauerwohnrecht für Schlechinger Einwohner oder eine wechselnde Ferienvermietung vorsieht. In Zusammenhang mit den Fensterformaten sollen die Gestaltungsvorschriften der Gemeinde beibehalten werden, die maximal drei verschiedene Fensterformate auf einer Gebäudeseite vorsehen. Der Gemeinderat stimmte der Änderung zu. Die Kosten haben die betroffenen Grundstückseigentümer zu tragen.

Der Gemeinderat genehmigte außerdem die für das Jahr 2012 festgelegten Tage für den Sonn- und Feiertagsverkauf. Die Termine wurden mit den in Frage kommenden Geschäften abgestimmt.

Zur Fluchttreppe an der Grundschule informierte Bürgermeister Loferer über das Ergebnis von zwei Bauausschusssitzungen. Der Gemeinderat hatte den Bauausschuss in der Sitzung vom 14. November bevollmächtigt, über die Ausführung der Treppe zu entscheiden. Die Fluchttreppe soll noch in diesem Jahr angebaut werden. Nach der ursprünglich vorgesehene Planung von Architekt Helmut Birner sollte die Fluchttreppe aus verzinktem Stahl an der Nordseite des Gebäudes angebracht werden. Nachdem diese Lösung sehr auffällig würde, diskutierte der Bauausschuss diverse andere Möglichkeiten. Vinzenz Bachmann schlug vor, die Fluchttreppe ausgehend vom Lehrmittelzimmer im ersten Stockwerk über dem Fahrradabstellraum auf der anderen Seite des Gebäudes auszuführen und das drüber liegende Dach zu öffnen. Diese Lösung wird jetzt realisiert.

Bürgermeister Loferer dankte Hannes Hörterer für die Organisation und Ausführung der Arbeiten am Weitwiesenweg von Mettenham zur Hainzenalm und Huberalm mit Baggerbetrieb Robert Spantringer.

bre/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © schleching.de

Zurück zur Übersicht: Achental

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser