Grünes Licht für Lagerhalle

Grassau - Nördlich der Bachstraße und westlich des Langerlistlwegs können nun nach Beschluss des Marktgemeinderats eine Lagerhalle und Lagerplätze geschaffen werden.

Erforderlich werde die Verlagerung des Lagerplatzes, da im Bereich der Adersberger Säge, dem derzeitigen Lagerplatz, neues Baurecht geschaffen wurde und die Firma dringend Möglichkeiten zur Lagerung von Material und Betriebsfahrzeugen benötigt.

Neben einem Lagergebäude mit Unterstellplatz für Lkw in der Größe von 21 auf 16 Metern mit zwei Vollgeschossen wird ein weiterer Bereich als Baumschule benötigt, da der Betrieb auch gärtnerische Maßnahmen ausführt.

Laut Bürgermeister Rudi Jantke erklärte das Landratsamt, dass der Betrieb in dieser Lage verträglich ist. Im Süden solle die Lagerhalle entstehen. Über einen Vertrag soll gewährleistet werden, dass die Zufahrt für Lkw über drei Tonnen ausschließlich über die Eichetstraße und über eine privat von der Firma herzustellende Zufahrt erfolgen soll und nicht durch das Wohngebiet gehen dürfe. Die Fläche müsse zudem durch eine Randeingrünung bepflanzt werden.

Auf Anfrage von Xaver Schreiner (SPD), ob in dem Gebäude auch Wohnen zulässig sei, erklärte Jantke, dass dies grundsätzlich nicht möglich ist, was aber im Beschluss explizit festgehalten werden könne. Manfred Huber (AE) meinte, dass eine Dachneigung von 30 Grad in Rottau nicht vorkomme. Er, Schreiner, kenne genügend Gebäude in der Gemeinde, die eine Dachneigung von 30 Grad haben. Einhellig entschied sich der Rat, für dieses Bauvorhaben den Bebauungsplan zu erweitern und den Flächennutzungsplan zu ändern.

Nach Beratung mit der Bauaufsichtsbehörde hat der Marktgemeinderat nun einer Nutzung des Wohnhauses neben der Gärtnerei Sichler als Seminar- und Schulungsräumen für den Golfplatzbetrieb zugestimmt. Abgelehnt hingegen wurde in der jüngsten Sitzung eine öffentliche Gaststätte.

Schon mehrfach diskutierte der Rat über den Antrag von Martin Sichler auf Nutzungsänderung. Anfänglich wurde eine Nutzungsänderung für eine öffentliche Gaststätte beantragt, etwas später dieser Antrag ergänzt und die Möglichkeit als Schulungs- und Seminarräume für den Golfplatzbetrieb vorgeschlagen und auch später noch einmal darauf hingewiesen, dass die Erwerbsgärtnerei bestehen bleiben soll.

Eine Nutzungsänderung für das Wohngebäude, so Bürgermeister Rudi Jantke, sei nicht möglich, da sich das Gebäude immer noch in einem Rohbauzustand befinde und bisher keine Nutzung erfahren habe. Wohl aber sei eine Nutzungsänderung für den gewerblichen Betrieb möglich. Die Gemeindeverbindungsstraße mit nur drei Metern Breite reiche aber nicht aus, um eine öffentliche Gaststätte genehmigen zu können. Erforderlich wären 4,50 Meter.

Alternativ zur Gaststätte interessiere sich die Golfplatzbetreiberfirma für das Haus zur Installierung von Seminar- und Schulungsräumen mit einer untergeordneten Lokalität im Sinne eines Frühstücksraums. Von einer öffentlichen Gaststätte riet auch das Landratsamt ab, da dann die Gemeinde die Pflicht hätte, die Straße auf das erforderliche Maß auszubauen. Bei der Nutzung für den Golfplatzbetrieb hingegen würde kein zusätzlicher Verkehr entstehen. Diese Verpflichtung, die Straßenbreite anzupassen, würde nur bei einer öffentlichen Gastronomie gesehen, so Jantke, nicht aber bei Seminarräumen, da kein ständiger An- und Abfahrverkehr resultieren würde. Auch wenn es sich nicht um eine Nutzungsänderung handle, so sei dennoch eine Änderung des Flächennutzungsplans und das Aufstellen eines Bebauungsplans erforderlich.

Insofern entschied sich der Rat einhellig, die Nutzungsänderung auf eine öffentliche Gaststätte abzulehnen und eine Zustimmung als Seminarräume, die auf die Seminarteilnehmer beschränkt bleiben, zu erteilen.

tb/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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