Grünes Licht für Ortsdurchfahrt

Schleching - In Raiten wird vieles neu. Die Dorferneuerung rückt immer näher, schon ab Frühjahr sollen die einzelnen Maßnahmen umgesetzt werden. 

In der Dezembersitzung des Gemeinderats Schleching hatte Geschäftsleiterin Christine Zaiser im Rahmen der Anhörung die Details zur Planung von vier Maßnahmen zur Dorferneuerung Raiten detailliert vorgestellt. Das Gremium sprach seine Zustimmung zur Planung aus. In der jüngsten Sitzung lag jetzt die Kostenvereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft Raiten zur Entscheidung vor.

Die Maßnahmen betreffen den Ausbau des Kirchenweges, die Umgestaltung des Dorfplatzes mit Parkplatz, das Kneipp-Tretbecken und die Bepflanzung. Am Dorfplatz wird das alte Feuerwehr-Gerätehaus abgerissen. Die Parkplätze werden neu strukturiert und mit Rasensteinen angelegt, die Zufahrt wird asphaltiert. Nicht mehr benötigte Asphaltdecken werden entfernt. Der Kirchenweg, bisher nur 2,4 Meter breit, wird als Komplettausbau mit neuem Unterbau und Entwässerung zwischen drei und 3,60 Meter Breite mit Asphaltdecke erstellt. Die Maßnahmen sollen im Frühjahr beginnen.

Jakob Stadler fragte nach den noch nicht erledigten Grundstückzukäufen am Kirchenweg. Bürgermeister Josef Loferer betonte, dass die Zukäufe für die Straßenverbreiterung geregelt seien. Darüber hinaus bestünden Grundbucheinträge zugunsten der Straße. Die Gemeinde beabsichtige, noch fehlenden Grund zu erwerben.

Die Gesamtkosten sind mit 303.100 Euro veranschlagt, davon wird die Hälfte über das Amt für Ländliche Entwicklung gefördert. Die Gemeinde hat 151.600 Euro zu tragen. Der Betrag ist im Haushalt eingestellt. Der Gemeinderat stimmte der Kostenvereinbarung zu.

Parallel zu den Maßnahmen der Dorferneuerung soll die Ortsdurchfahrt Raiten erneuert werden, die durch die neue Bundesstraße 307 um Raiten zur Ortsstraße abgestuft wurde. Nachdem ein gut stabilisierter Untergrund vorhanden ist, ist keine Vollsanierung geplant. Bei einer Kamerabefahrung der Oberflächenentwässerung hat sich ergeben, dass diese erneuert werden muss. Außerdem ist eine Stützmauer an der Straße zu erneuern.

Kosten sind im Haushalt eingeplant

Das Planungsbüro Anton Huber hat die Kosten mit 110.000 Euro geschätzt, die im Haushalt veranschlagt sind. Um die Sanierung parallel mit der Dorferneuerung aus einer Hand durchführen zu lassen, stimmte der Rat einem Betrag von 5000 Euro für die Umsetzung des Projektes durch den Verband für Ländliche Entwicklung Oberbayern zu.

Der Rat diskutierte ausführlich über eine Begrüßungstafel der Gemeinde neben der Bundesstraße nach der Ortschaft Raiten. Die Tafel soll als zimmermannsmäßige Holzkonstruktion in Lärche mit rund fünf Metern Höhe und 4,20 Metern Breite ausgeführt werden. In der Mitte ist eine Plakatfläche von zwei mal drei Metern vorgesehen, die als Sommer- und Winterseite, unter anderem mit Biathlet Andi Birnbacher gestaltet werden soll. Darunter bietet eine 50 Zentimeter hohe Platte die Möglichkeit, aktuelle Veranstaltungen anzukündigen. Die von Planer Huber vorgesehene Bepflanzung mit Graniteinfassung soll entfallen. Der Gemeinderat sprach sich für die Begrüßungstafel aus. Die Kostenschätzung liegt bei 5000 Euro.

Ein weiteres Thema betraf die Handhabung von Sportler- und sonstigen Ehrungen durch die Gemeinde. Vorgeschlagen wurde, neben der Ehrung von besonderen Sportlerleistungen auch andere herausragende Leistungen in die Ehrung einzubeziehen. Die Vereine können im Rahmen ihrer jährlichen Zusammenkunft Vorschläge unterbreiten. Die Entscheidung über die zu Ehrenden soll der Gemeinderat treffen. Als Termin für die Ehrungen nur bei Bedarf käme das jährliche Dorffest in Frage. Der Rat stimmte dieser Vorgehensweise zu.

Von der "Bruderschaft vom guten Tod" lag ein Antrag auf Zuschuss für eine neue Bruderschaftsfahne vor. Die Mitglieder der Bruderschaft begleiten jedes Jahr den Fronleichnamszug durch den Ort. Sie tragen das Bruderschaftskreuz, Laternen, die Bruderschaftsfahne und den Himmel über dem Allerheiligsten. (Die Entstehung der Bruderschaften geht auf das 18. Jahrhundert zurück.) Nach Auskunft einer Stickerei kann die Fahne nicht mehr repariert werden. Eine neue Fahne kostet rund 4500 Euro, die nur über Spenden aufgebracht werden können. Der Gemeinderat genehmigte einstimmig einen Zuschuss von 1000 Euro.

Das Essen der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der "Achental-Tafel" richtet heuer die Gemeinde Schleching im Gasthof "Zellerwand" aus. Der Rat stimmte der Übernahme der Kosten von rund 500 Euro zu.

Das Landratsamt Traunstein bestätigte mit Schreiben vom 12. Dezember 2011 die Prüfung der Haushaltssatzung und des Haushaltsplanes 2012 ohne Beanstandungen. Satzung und Plan traten zum 1. Januar 2012 in Kraft.

bre/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © schleching.de

Zurück zur Übersicht: Achental

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser