Mit Hackschnitzeln in die Zukunft

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Groß war das Interesse am ersten Bioenergietag.

Grassau - Der Biomassehof in Grassau, den die Gemeinden im Ökomodell Achental betreiben, kann sich sehen lassen. Zwei Jahre nach der Inbetriebnahme zeigt er sich weiterhin bestens gerüstet für die Zukunft.

Die Zahl der Abnehmer an Hackschnitzeln, Pellets und Scheitholz steigt ständig. Das Rohmaterial Holz stammt zu 50 Prozent von privaten Waldbesitzern aus einem Umkreis von 50 Kilometern - womit auch die regionale Wertschöpfung weiter vorangetrieben werden konnte.

Im Rahmen des ersten "Bioenergietages" stellten die Gemeinden ihren Biomasshof vor. Auch viele Anbieter von Pellets- und Hackschnitzelheizungen, von kleinen bis zu professionellen Holzspaltern, von Motorsägen und vielem rund um das Arbeiten mit Holz nahmen die Gelegenheit wahr, sich und ihre Produkte zu präsentieren. Zudem gab es Vorführungen darüber, wie zum Beispiel aus einem Baumstamm in Sekundenschnelle Scheitholz oder Hackschnitzel hergestellt werden. Verblüfft und interessiert zugleich konnten die vielen Besucher zusehen, wie schnell und ohne menschlichen Kraftaufwand Heizmaterial hergestellt werden kann. Geschäftsleiter Wolfgang Wimmer erinnerte an die Anfänge des Biomassehofs vor zwei Jahren. Die Ökomodellgemeinden haben laut Wimmer ein ehrgeiziges Ziel und wollen ihren Wärmeenergiebedarf bis 2020 aus den eigenen Ressourcen decken. Mit dem Biomassehof sei man diesem Ziel einen großen Schritt nähergekommen. Er informierte, dass das Ökomodell Achental zur "Bioenergieregion" ernannt worden sei. Die Auszeichnung sei mit einem Projektbudget von 400000 Euro verbunden.

Grassau sei stolz auf den Biomassehof und das Biomasseheizwerk, das derzeit gebaut werde, betonte Bürgermeister Rudi Jantke. Der Markt sei der Mittelpunkt der Bioenergieregion Achental. Zum Biomasseheizwerk der Gemeinde erklärte Alexander Frank, dass durch die bereits unterzeichneten Vorverträge nach Inbetriebnahme des Biomasseheizwerks eine Heizölmenge von 1,5 Millionen Liter eingespart werden könne. Gerechnet werde mit 150 Kunden.

tb/Chiemgau-Zeitung

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