Ruhpoldinger Rat ändert Flächennutzungsplan für Maiergschwendt

Hotel wird erweitert

Ruhpolding - Das "Landhotel" in Maiergschwendt darf anbauen: Das hat jetzt der Gemeinderat beschlossen. Ein Seminargebäude sowie ein Bettenhaus dürfen gebaut werden.

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Flächennutzungsplan für das Ortsgebiet Maiergschwendt beschlossen und damit die Weichen für die Erweiterung des "Landhotels" gestellt. Neben einem Seminargebäude und einem Bettenhaus sollen im nordöstlichen Teil des Weilers zwei Einfamilienhäuser gebaut werden, erörterte Bauamtsleiter Hans Hechenbichler.

Weil das Kreisbauamt die zeilenförmige Einbindung der Parkplätze nach Norden bemängelt hatte, was sich ungünstig auf die Ortsgestaltung auswirke, soll nun ein Teil der Parkplätze möglichst landschaftsverträglich an südwestlicher Stelle der Hotelanlage entstehen. Der Bereich Naturschutz des Landratsamtes Traunsteins bezweifelte in seiner Stellungnahme, ob das Landschaftsbild als Schutzgut eingeordnet wird. Norbert Wagner, Geschäftsleiter der Gemeinde, entgegnete, um mögliche Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes zu vermeiden, werde mit Hilfe von Monitoring-Maßnahmen nach einer möglichst landschaftsverträglichen Lösung gesucht. Michael Mayer, Fraktionssprecher der SPD, befürwortete den vorgelegten Beschlussantrag und betonte, dass die genannten Punkte hinsichtlich der touristischen Entwicklung entsprechende Wertschätzung erfahren sollten.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten monierte den zu geringen Abstand der geplanten Wohn- und Seminargebäuden zu den Stallungen und empfahl, wie auch der Bayerische Bauernverband, vom Bau zusätzlicher Wohngebäude Abstand zu nehmen. Wagner erwiderte, der erforderliche Mindestabstand von 120 Metern werde eingehalten.

Hechenbichler ergänzte, dass die Stellungnahme erst bei der später geplanten Aufstellung des Bebauungsplanes von Bedeutung sei und die erforderlichen Abstände im Rahmen eines Immissionsgutachtens zu ermitteln seien. Den Belangen der Landwirtschaft werde durch die Ausweisung eines Dorfgebietes Rechnung getragen. Eine Änderung für den Geltungsbereich des Flächennutzungsplans sei deshalb nicht veranlasst.

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband sprach sich ohne Vorbehalt für die Erweiterung aus, die bei jetzt 50 Betten zusätzliche Reisegruppen ermögliche. Einstimmig segnete der Gemeinderat die 32. Änderung des Flächennutzungsplanes ab.

bjs/Chiemgau-Zeitung

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