Hoteldörfer: "Ein Ruck für Reit im Winkl"

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Reit im Winkl - Bald sollen zwei neue Hoteldörfer mit 16 neuen Gebäuden und 218 Betten entstehen. Wird Reit im Winkl dadurch von Feriengästen überschwemmt?

Zwei Hoteldörfer mit 16 neuen Gebäuden und über 200 Betten sollen bald neben dem "Gut Steinbach" entstehen: Das sind die nackten Zahlen des größten Bauprojekts, das in Reit im Winkl je von einem Investor realisiert werden könnte. Doch was verbirgt sich hinter diesen Fakten? Wir haben mit Hotelier Klaus-Dieter Graf von Moltke über seine Vision gesprochen. Vor knapp zwei Jahren hat er das Vier-Sterne-Hotel "Steinbacher Hof" gekauft. Seitdem laufen die Renovierungs-Arbeiten auf Hochtouren, die das einstige Hotel in das "Gut Steinbach" verwandeln sollen; ein großzügiges Ressort für Feriengäste. "Für den 27. September 2013 ist die Eröffnung geplant", so Graf von Moltke.

Doch die Vision des Hoteliers geht weit über die Renovierung des Hauptgebäudes hinaus: Zwei Hoteldörfer sollen auf der Wiese vor der Skisprung-Schanze entstehen. Nachdem von Moltke mit seinen ersten Plänen aus dem Jahre 2011 bei der Regierung von Oberbayern angeeckt war, legte er dem Gemeinderat nun eine abgeänderte Version vor. Und siehe da: Die neuen Pläne fanden auf Anhieb die einstimmige Unterstützung der Gemeinderäte. "Für mich bedeutet das, dass die ganze Planung - die mittlerweile fast 20 Monate alt ist - jetzt anfängt Wirklichkeit zu werden", freut sich der Hotelier über den Beschluss.

Die neuen Pläne sehen vor, dass auf der Freifläche neben dem "Gut Steinbach" zwei Hoteldörfer, mit insgesamt 16 neuen Gebäuden, entstehen. Davon werden sieben Häuser mit Hotelappartments und Chalets um einen Teich angeordnet stehen, der noch künstlich angelegt werden muss. Diese Gebäude sind dem Hotelbetrieb angeschlossen und werden eine Kapazität von 42 Betten haben. In dem zweiten Hoteldorf werden insgesamt neun Häuser entstehen, von denen acht im Bauernhof-Stil gehalten sind. Vier der Höfe werden anschließend zum freien Verkauf angeboten. Drei weitere sollen überwiegend touristisch genutzt und den letzten will der Graf für sich selbst behalten. Darüber hinaus soll der Komplex von einem Gebäude für Veranstaltungen und Tagungen sowie einem Restaurant abgerundet werden.

Bauarbeiten an "Gut Steinbach"

Die Kosten für beide Hoteldörfer werden bei rund 22 Millionen Euro liegen. Von Moltke: "Bis Ende 2016 sollen 80 Prozent der Dörfer fertiggestellt sein. Wir erwarten uns bis dahin 30- bis 35.000 Übernachtungen im Jahr zu generieren." Das die Übernachtungszahlen in Reit im Winkl seit 1993 beinahe stetig gesunken sind - 1993 waren es 892.046 Übernachtungen pro Jahr, 2012 nur noch 596.675 (Zahlen der Tourist Information/Anm. d. Red.) -  macht dem Hotelier keine Angst: "Das Projekt birgt kein zu großes Risiko, weil ich glaube, dass Reit im Winkl im besonderen und die Region im allgemeinen ein unglaubliches qualitatives Wachstumspotential hat."

Rubriklistenbild: © ps

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