90 Jahre "d'Hochplattner"

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Grassau - Allen Grund zu Feiern hatte am Samstagabend der Trachtenverein "d'Hochplattner": 90 Jahre und kein bisschen müde.

Impressionen von der Feier im Festzelt:

d'Hochplattner feiern Jubiläum

Das große Festzelt verwandelte sich binnen weniger Minuten zu einer gemütliche Stubn, in einen Ort, in dem man die Seele einmal baumeln lassen konnte. Der junge Fabian Eibl, seines Zeichens ein Gstanzlsänger, führte humorvoll durch den Abend, riss die Gäste zu Lachsalven hin und sicherte sich so gekonnt die Aufmerksamkeit aller.

Gleich nach den ersten Akkorden der "Familienmusik Auer" wurde es still im Zelt. Alle lauschten der feinen Musik der Familie aus Hammerau, die bereits seit 1994 gemeinsam auf der Bühne steht. Weit angereist war die "Weinbergmusi", deren Mitglieder aus der Steiermark, aus Oberösterreich und Bayern stammen. Ein Teil der Weinbergmusi spielte dann auch bei der "Weinglaslmusi" mit, der auch Chiemgauer Musikanten angehören.

Schließlich wurde der Chiemgau auch von der "Buxbaam-Soatnmusi" vertreten, einer jungen Gruppe aus Grassau, die bereits 2006 den begehrten Volksmusikpreis, den "Traunsteiner Lindl", gewonnen hatte. Besonders begeisterten die jungen Musikanten mit ihren Eigenkomposition wie dem "Marsch ohne Namen". Den gesanglichen Part des Abends übernahmen die Schwarzenstoana-Sängerinnen aus Aschau. Eibl wusste, dass sich die drei Frauen früher Aschauer Dreigesang nannten und nun aber als "Schwarzenstoana-Sängerinnen" auftreten. Die "Tölzer Sänger", vier gstandene Mannsbilder, sangen einst im Tölzer Knabenchor und kennen sich seit ihrer Kindheit. Bereits seit 1969 singen die Herren zusammen. Alle vier haben zudem den gleichen Beruf, sie sind Lehrer.

In reizvoller Abwechslung unterhielten die verschiedenen Gruppen, auf Musik folgte Gesang und danach wieder Musik. Bemerkenswert fand nicht nur Florian Eibl, dass alle Gruppen ohne Noten spielten und auch die Sänger keine Liedtexte benötigten. "Das ist eine Leistung", betonte Eibl, der als Musikwart wusste, wovon er sprach.

Die sechs Musikgruppen auf der Bühne erfreuten sich großen Zuspruchs und ernteten nach ihren Darbietungen den ihnen gebührenden anerkennenden Applaus. Volksmusik verbindet und nicht nur die jeweiligen Gruppen, denn auch im Zelt schien die Harmonie der Gruppen auf das Publikum abzufärben.

Im zweiten Teil des Abends konnte dann selbst kräftig zu den Klängen der Weinbergmusi und der Familienmusik Auer getanzt werden. In der urig hergerichteten Bar mit Biergartenatmosphäre verwöhnte die Bleamestoamusi die Zuhörer.

tb/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © karpf

Zurück zur Übersicht: Achental

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser