Lions-Club wehrt sich: „Sind keine Großkopferten“

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Marquartstein - Immer wieder sehen sich die Mitglieder des Lions-Clubs dem Vorwurf ausgesetzt, man sei nur ein „Zusammenschluss von Großkopferten". Der Club in Marquartstein will diesem Eindruck entgegenwirken.

Lesen Sie hier den Bericht der Chiemgau-Zeitung vom Samstag:

"Kein Zusammenschluss von Großkopferten"

Der Lions-Club Marquartstein-Achental strebt eine engere Zusammenarbeit mit den Gemeinden an. Dies wurde am Clubabend im Marquartsteiner Gasthof "Hofwirt zur Post" deutlich.

Mit dieser offenen Diskussionsrunde gelang es dem derzeitigen Präsidenten, Ulrich Freiherr von Ribaupierre, die bereits bestehenden engen Verbindungen des Clubs zu den Gemeinden noch zu vertiefen. Sechs Bürgermeister waren seiner Einladung gefolgt: Andreas Dögerl aus Marquartstein, Hans Haslreiter, Unterwössen, Josef Heigenhauser, Reit im Winkl, Josef Loferer, Schleching, Hans Pertl, Staudach-Egerndach, sowie Grassaus Zweiter Bürgermeister Josef Grießenböck.

Zu Anfang erklärte Präsident von Ribaupierre, die "Achental-Lions" verstünden sich als besondere, lokale Lions, die im Wesentlichen im Achental wirken und dort Hilfe anbieten, "wo andere nicht können oder wollen", so Ribaupierre. Sämtliche Erlöse kämen wohltätigen Zwecken zu Gute, zum Beispiel Hilfe bei tragischen Einzelschicksalen, Katastrophengeschädigten oder sonst Bedürftigen. Als Beispiele nannte er die Bergwacht, das Heilpädagogische Zentrum in Ruhpolding, den Förderverein "Reiten für Behinderte", das Sponsoring bei künstlerischen Veranstaltungen, die Musikschule Grassau, Klasse 2000, Kindergarten Plus, Lions Quest oder die Beschaffung der Echo-Screen-Geräte für Neugeborene und vieles mehr.

Der Abend solle auch dazu dienen, dass die Lions-Hilfen vielleicht noch besser und zielgerichteter eingesetzt werden könnten als bisher, erklärte der Präsident. "Das Vorurteil, der Lions-Club sei ein Eliteclub oder Zusammenschluss von "Großkopferten" muss schnellstens ausgemerzt werden - wenn überhaupt noch vorhanden" sagte von Ribaupierre.

Hilfe in Höhe von 140.000 Euro

Schatzmeister Manfred Zeus listete anschließend detailliert auf, welche Hilfen der Club in den letzten Jahren erbracht hat. Allein von 1994 bis 2007 habe der Lions-Club Marquartstein-Achental über 140.000 Euro an Hilfe geleistet, im Jahr 2008 allein habe der Beitrag im kulturellen und sozialen Bereich 10.500 Euro erreicht.

Dem Wunsch der Clubmitglieder, die Gemeinden und ihre möglichen sozialen Hilfsangebote kurz darzustellen, kamen die Bürgermeister gerne nach, zumal in den Reihen der Mitglieder des Lions-Club zahlreiche ehemalige oder amtierende Kommunalpolitiker, Bürgermeister und auch der frühere Landrat Jakob Strobl zu finden sind. Die Bürgermeister schilderten die Schwerpunkte ihrer Gemeinden und die derzeitigen Probleme, zeigten aber auch die Fortschritte und Verbesserungen der letz-ten Jahre auf. Alle verwiesen auf die Bereitschaft der Bevölkerung mitzuarbeiten und manchmal auch ungeliebte Entscheidungen mit zu tragen. Mit Interesse erfuhren die "Lions", dass jede Gemeinde etwas anders strukturiert ist und daher gezwungen, eigenständige Lösungen zu finden. Klar wurde, wie stark die einzelnen Gemeinden permanent gefordert sind.

Bestärkt wurden die Lions-Mitglieder wieder, nicht nur zu Weihnachten Hilfsbedürftige in den Achentalorten zu unterstützen, sondern sich generell Einzelschicksalen zuzuwenden. Die Gemeinden wurden bei Informationen um Mithilfe gebeten. "Das Verhältnis Gemeinden - Lions darf keine Einbahnstraße sein. Jeder sollte als Ansprechpartner zur Verfügung stehen", sagte Ulrich von Ribaupierre abschließend.

gi/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © re

Zurück zur Übersicht: Achental

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser