Kindergarten 40 Jahre alt

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Einige der Kinder von damals (Bild oben) werden bei der 40-Jahr-Feier heute nachfühlen können, wie doch die Zeit vergeht, wie auch das Motto dieses Jubiläums lautet.

Reit im Winkl - Der Katholische Pfarrkindergarten St. Pankratius mit Integrationsgruppe feiert am heutigen Samstag sein 40-jähriges Bestehen.

Das Jubiläumsprogramm beginnt um 13 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Pankratius. Anschließend ist ein Umzug zum Festzelt am Kindergartengelände vorgesehen.

Seit Monaten schon fieberte die Belegschaft des Reit im Winkler Kindergartens dem großen Termin entgegen: Während die drei-, vier- und fünfjährigen Mädchen und Buben ein Musical einstudierten, feilte das Team - die vier Erzieherinnen und vier Pflegerinnen - am Rahmenprogramm, organisierte Musik, ein Festzelt und für den gesamten Ablauf allerlei Unterhaltsames. Eine kleine Broschüre trägt den Titel: "Kinder, wie die Zeit vergeht". Damit nimmt sie Bezug auf den Anlass des Festtages: Seit genau 40 Jahren existiert der Reit im Winkler Kindergarten an seinem heutigen Standort. Heute, Samstag, werden Kirche, Gemeinde, insbesondere aber der Kindergarten selbst dieses Jubiläum gebührend feiern.

Eigentlich gab es in Reit im Winkl schon viel länger einen Kindergarten, für einen entsprechenden Bau setzte sich der Gemeinderat schon 1937 ein. Eingeweiht werden konnte diese allererste Kindertagesstätte am 13. Juli 1941. Nach dem Krieg allerdings wechselten der Besitz und die Nutzung dieses Gebäudes mehrfach. Heute ist es verschwunden, 1980 war an dessen Stelle die Schulturnhalle gebaut worden.

Aber eine funktionierende Gemeinde ohne Kindergarten? 1966 ergriff der Kirchenrat angeführt von Ortspfarrer, Andreas Gruber, die Initiative mit der Absicht, einen neuen Kindergarten zu errichten. Es sollte aber weitere fünf Jahre dauern, bis dieser Plan auch realisiert werden konnte. Der neue Pfarrer Edmund Bargon vollendete die Pläne seine Amtsvorgängers, statt an der Dorfstraße wurde allerdings in der Schwimmbadstraße gebaut. 55 Kinder gingen damals regelmäßig in diese Einrichtung, was fast der Anzahl an Buben und Mädchen der Gegenwart entspricht: Derzeit sind es 57, dies mag angesichts rückläufiger Geburtenzahlen zunächst überraschen.

Heute kommen die Kinder allerdings bereits ab drei Jahren und vereinzelt sogar noch jünger zur geregelten Betreuung, erklärt dazu die Leiterin Gerti Petersen. Zudem verfüge die pädagogische Einrichtung seit 1999 auch über eine Integrationsgruppe, womit weit mehr Kindern als früher die Möglichkeit eingeräumt werde, ebenfalls den Kindergarten zu besuchen. Neben der Einrichtung dieser Integrationsgruppe zählt Petersen insbesondere die grundlegende Neugestaltung des Außenbereichs, aber auch den Umbau im Inneren zu den wesentlichen Veränderungen und Verbesserungen in den vergangenen Jahren auf. 65 Kinder könnte der Kindergarten maximal betreuen, allerdings müsse man aufgrund von veränderten gesetzlichen Bestimmungen künftig auch Kleinstkinder ab einem Jahr aufnehmen, die naturgemäß ein höheres Maß an Betreuung erforderlich machten. Doch wie dies genau zu regeln sei, müssten Gespräche mit der Gemeinde zeigen, wie Petersen ihre wichtigste Aufgabe der nahen Zukunft beschreibt.

Vorgesehen zur Jubiläumsfeier am heutigen Samstag ist ein umfangreiches Programm: Dieses beginnt um 13 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Pankratius. Anschließend ist ein Umzug zum eigens errichteten Festzelt am Kindergartengelände vorgesehen. Dort wird schließlich die Musikkapelle ein Standkonzert geben, dort werden Ansprachen gehalten und das Musical der Kinder präsentiert, es wird ein weiteres Kindertheater aufgeführt und dort werden die Gäste freilich auch während des Nachmittags und am Abend (gegen Voranmeldung) kulinarisch versorgt.

ost/Chiemgau-Zeitung

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